Die Höhner brachten am Samstagabend kölsche Töne in den Innenhof von Schloss Raesfeld. Gemeinsam mit den Philharmonics Westfalen unter der Leitung von Dirigent Michael Zlabinger präsentierte die Band ihre bekannten Songs in großer Orchesterbesetzung. Rund 1000 Besucher erlebten bei der Musiklandschaft Westfalen einen lauen Sommerabend zwischen Karnevalsherz und Konzertsaal.

Höhner Klassiker bekommen einen neuen Klang
Zum achten Mal standen die Höhner im Rahmen der Musiklandschaft Westfalen gemeinsam mit einem großen Orchester auf der Bühne. Frontmann Patrick Lück und seine Band brachten bekannte Titel ebenso mit wie neuere Songs.
„Echte Fründe“, „Prinzessin“, „Viva Colonia“ und „Wenn nicht jetzt, wann dann?“ gehörten zum Programm. Auch der vergleichsweise neue Gute Laune Song „Gisela“ durfte nicht fehlen. In dieser Besetzung bekamen die Besucher das Stück an diesem Abend erstmals zu hören.

Die bekannten Melodien blieben unverkennbar, doch die orchestralen Arrangements gaben ihnen eine zusätzliche klangliche Ebene. Streicher, Bläser und die weiteren Instrumentengruppen der Philharmonics Westfalen sorgten für einen kraftvollen und stellenweise überraschend vielschichtigen Klang. Dirigent Michael Zlabinger führte Orchester und Band zusammen, ohne dass eine Seite die andere überlagerte.
Schon beim zweiten Song stehen die Besucher
Lange hielt es das Publikum ohnehin nicht auf den Stühlen. Bereits beim zweiten Song standen zahlreiche Besucher auf. Sie sangen mit, klatschten und bewegten sich zwischen den Stuhlreihen zur Musik.
Die Höhner setzten dabei nicht allein auf ihre bekannten Refrains. Patrick Lück erzählte zwischen den Songs kleine Geschichten und sprach über Glück, Alltag und die unterschiedlichen Seiten des Lebens.

„Ganz viele kleine Glücksmomente. Die Dosis macht das Gift. Himmelhochjauchzend und zu Tode betrübt“, gab der Frontmann den Besuchern als eine seiner kleinen Weisheiten mit auf den Weg.
So wechselte der Abend zwischen Musik, kurzen Erzählungen und den bekannten Höhner Songs. Kölsches Lebensgefühl traf dabei auf den Klang eines großen Orchesters.

„Mit dem Orchester dabei klingt es toll“
Auch Marion Schilling aus Dorsten gefiel diese Verbindung. „Ich mag das heute, obwohl ich eher ein Karnevalsfan bin. Aber mit dem Orchester dabei klingt es toll“, sagte sie.
Auch die Texte der Höhner seien für sie ein Grund, die Band zu mögen. Viele Lieder hätten nach ihrer Einschätzung aktuelle Aussagen. Hinzu komme an diesem Abend die Kulisse des Wasserschlosses. „Auch die Atmosphäre hier ist sehr schön.“

Dirk Klapsing: „Es ist schwer zu steigern“
Zur Halbzeit zog Intendant Dirk Klapsing ein erstes Fazit des dritten Konzertabends der Musiklandschaft Westfalen.
„Der Abend ist mindestens genauso gut wie gestern und wie der vorgestrige Abend“, sagte Klapsing. Die Bedingungen könnten kaum besser sein. „Das Wetter ist traumhaft. Das Schloss sieht aus, als wäre es gerade gebaut worden. Es ist eigentlich ein Abend, den man schöner nicht malen kann.“
Nach den musikalisch anders ausgerichteten Konzerten der beiden vorherigen Abende stehe mit den Höhnern erneut eine andere Klangrichtung auf dem Programm. „Das Publikum ist begeistert, die Musiker haben Spaß, also was will man mehr? Es ist schwer zu steigern.“

Höhner zwischen Karnevalsherz und Konzertsaal
Gerade das Zusammenspiel von Band und Orchester prägte den Samstagabend. Die Philharmonics Westfalen begleiteten die bekannten Höhner Melodien nicht lediglich im Hintergrund, sondern setzten eigene musikalische Akzente. Mal klangstark und mitreißend, mal zurückhaltender, schufen die Musiker gemeinsam mit der Band neue Varianten der bekannten Songs.
Dazu kam die Kulisse des Wasserschlosses. Mit einsetzender Dunkelheit rückten Bühne, Schlossfassade und Innenhof immer stärker in den Mittelpunkt. Aus dem Konzert wurde spätestens bei „Viva Colonia“ ein gemeinsamer Abend von Band, Orchester und Publikum.

Termin für Raesfeld 2027 steht fest
Auch der nächste Termin der Musiklandschaft Westfalen in Raesfeld sei bereits festgelegt. Am Samstag, 14. August 2027, soll die Konzertreihe wieder Station am Schloss Raesfeld machen.
Karten seien bereits im Vorverkauf erhältlich unter musiklandschaft:westfalen














































