Der Hegering Raesfeld rettete in diesem Jahr 39 Rehkitze vor dem Mähtod. Schon gegen 5 Uhr morgens waren die Jungwildretter unterwegs, um Wiesen vor dem Mähen mit Drohnen und Wärmebildkamera abzusuchen. Die Bilanz zeigt, wie wichtig diese ehrenamtliche Arbeit für den Schutz der Jungtiere ist.
Wenn der frühe Morgen über den Wiesen beginnt, startet für das Team der Jungwildrettung des Hegeringes Raesfeld die wichtige Arbeit. Mit moderner Drohnentechnik, Wärmebildkamera und viel Einsatz suchen die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer nach versteckten Rehkitzen, bevor die Mähmaschinen auf die Flächen fahren.
Hegering und Rehkitze retten in Raesfeld mit Drohnentechnik
Das Team der Jungwildrettung besteht aus 16 engagierten Menschen. Zehn von ihnen sind Jägerinnen und Jäger, sechs Frauen und Männer besitzen keinen Jagdschein. In der Regel treffen sich vier bis fünf Jungwildretter bereits gegen 5 Uhr morgens, um mit der Suche zu beginnen.
Wenn viele Wiesen von Landwirten angemeldet werden, kommt ein zweites Team mit einer weiteren Drohne zum Einsatz. So können auch größere Flächen rechtzeitig kontrolliert werden.

39 Rehkitze in Sicherheit gebracht
Die Bilanz der Jungwildrettung des Hegeringes Raesfeld fällt positiv aus. An 21 Einsatztagen wurden 272 Wiesen mit einer Gesamtfläche von 778 Hektar abgeflogen. Dabei konnten 39 Rehkitze gefunden und in Sicherheit gebracht werden.
Zusätzlich entdeckte das Team etliche Junghasen und einige Bodenbrütergelege. Auch sie konnten geschützt werden.
Frühe Einsätze mit besonderer Atmosphäre
Neben der wichtigen Aufgabe, Jungtiere zu retten, sind es auch die besonderen Momente, die die Arbeit für das Team ausmachen. „Das Schöne an den frühen Einsätzen sind die Sonnenaufgänge, die frische Luft und die gute Laune im Team“, berichten die Kitzretter.
Auch die Zusammenarbeit mit den Landwirten sei eine große Motivation. Für die Landwirte sei es wichtig, dass keine toten Tiere in die Silage gelangen. Dadurch könnten Nutztiere durch Botulismus schwer erkranken oder sogar verenden.
Einige Landwirte überraschten das Team während der Einsätze mit Kaffee, den sie direkt zur Wiese brachten. Diese Geste sei besonders in den frühen Morgenstunden gut angekommen.
90 Hektar an einem Morgen abgesucht
Ein Einsatz bleibt den Raesfelder Jungwildrettern besonders in Erinnerung. An diesem Morgen waren mehrere Wiesen verschiedener Landwirte mit insgesamt rund 90 Hektar zur Absuche angemeldet. Dabei fand das Team 14 Rehkitze.
Um diese große Aufgabe bewältigen zu können, wurde zusätzlich eine dritte Drohne eines befreundeten Reviers eingesetzt.
Dank an die Landwirte
Die Raesfelder Jungwildretter bedanken sich bei allen Landwirten, die auch in diesem Jahr ihre Wiesen zur Absuche angemeldet haben. Sie danken für die gute Zusammenarbeit und das Vertrauen in das Team.
Wir hoffen auf viele weitere erfolgreiche Jahre der guten Zusammenarbeit, damit möglichst viele Jungtiere vor dem Kreiselmäher geschützt werden können“, sagte Bernhard Bölker, Vorsitzender des Hegeringes Raesfeld.



























