StartKreis BorkenKreis Borken schlägt Alarm: Kommunen sehen sich finanziell am Limit

Kreis Borken schlägt Alarm: Kommunen sehen sich finanziell am Limit

Veröffentlicht am

Die finanzielle Lage der Kommunen im Kreis Borken spitzt sich nach Ansicht des Kreises und der 17 kreisangehörigen Städte und Gemeinden weiter zu. Im Rahmen des bundesweiten Aktionstages „Kommunen am Limit“ fordern sie von Bund und Land eine nachhaltige Finanzierung kommunaler Aufgaben und warnen vor den Folgen einer anhaltenden Unterfinanzierung.

Kreis und Kommunen sehen Belastungsgrenze erreicht

Landrat Dr. Kai Zwicker erklärt, die kommunale Familie stoße derzeit an ihre Belastungsgrenze. Immer mehr Aufgaben würden von Bund und Land auf die Kommunen übertragen, ohne dass ausreichende Steuerungsmöglichkeiten oder eine vollständige Kostenerstattung vorgesehen seien.

„Wenn unsere chronische Unterfinanzierung nicht aufgelöst wird, droht den Kommunen der Kollaps“, sagt Zwicker.

Weniger Spielraum für Investitionen

Nach Angaben des Kreises müssen die Kommunen bereits heute einen immer größeren Anteil ihrer Haushalte für gesetzlich vorgeschriebene Aufgaben aufbringen. Dadurch blieben für Investitionen in Schulen, Kindertagesstätten, Straßen, Spielplätze und andere kommunale Projekte zunehmend weniger finanzielle Mittel übrig.

Mechtild Schulze Hessing, Bürgermeisterin der Stadt Borken und Sprecherin der Arbeitsgemeinschaft der Bürgermeisterinnen und Bürgermeister sowie Beigeordneten im Kreis Borken, betont, die Städte und Gemeinden wollten ihre Kommunen weiterentwickeln und attraktive Lebensbedingungen schaffen. Aufgrund der steigenden Belastungen seien sie jedoch immer häufiger gezwungen, sich auf das Notwendigste zu beschränken.

Forderungen an Bund und Land

Vor dem Hintergrund steigender Kosten, insbesondere im Bereich der Sozialleistungen, richten der Kreis Borken und die kreisangehörigen Kommunen drei zentrale Forderungen an Bund und Land:

  • spürbare Entlastungen bei den Sozialausgaben,
  • eine gerechtere Verteilung der staatlichen Einnahmen zwischen Bund, Ländern und Kommunen,
  • die konsequente Anwendung des Grundsatzes „Wer bestellt, bezahlt“.

Auswirkungen im Alltag spürbar

Landrat Dr. Kai Zwicker und Bürgermeisterin Mechtild Schulze Hessing weisen darauf hin, dass die angespannte Haushaltslage längst im Alltag der Bürgerinnen und Bürger angekommen sei. Deshalb erwarten die Kommunen nach eigenen Angaben nun entschlossenes Handeln von Bund und Land, um die kommunale Handlungsfähigkeit dauerhaft zu sichern.

LETZTE BEITRÄGE

Radarkontrollen | Achtung Blitze vom 5. bis 9. Oktober

Überhöhte Geschwindigkeit zählt nach wie vor auch im Kreis Borken zu den Hauptunfallursachen.  Zur Bekämpfung und Verhinderung der Hauptunfallursache Geschwindigkeit führt die Polizei im gesamten Kreisgebiet...

Starker Rückgang der Arbeitslosenquote: „Ein gutes Signal für den Arbeitsmarkt im Kreis Borken“

Kreis Borken registriert 5.611 Arbeitslose – der Hilfebedarf ist im September weiter rückläufig Kreis Borken (pd). Die Zahl der SGB-II-Arbeitslosen ist wie erwartet im Vergleich zum...

Raesfelder setzen in Dorsten gemeinsam ein Zeichen für Demokratie

Raesfelder Ratsmitglieder sowie weitere Mitglieder von CDU und SPD besuchten am Samstag gemeinsam die Kundgebung „Dorsten zeigt Haltung, AfD stoppen“. Auch Vertreter der Grünen waren...

Feiern und Gutes tun: Erler Throngemeinschaft verteilt 5.274 Euro

Beim Schützenfest feiern und dabei etwas Gutes tun: Die Erler Throngemeinschaft 2025/2026 hat beim Vogelschießen 5.274 Euro gesammelt. Das Geld kommt Vereinen und Einrichtungen in...

Klick mich