Seit dem 1. Mai ist Doris Flück (46) die neue Ehrenamtskoordinatorin der Gemeinde Raesfeld. Die neu geschaffene Stelle soll Vereine unterstützen, Ehrenamtliche besser vernetzen und neue Projekte begleiten. Für Flück ist die Aufgabe mehr als nur ein Nebenjob. Sie möchte Ansprechpartnerin sein, zuhören und Menschen zusammenbringen.
Donnerstagmittag im Rathaus. Zimmer 118 soll künftig ein Ort werden, an dem Vereine Unterstützung finden, Ideen entstehen und Kontakte geknüpft werden. Die Raesfelderin Doris Flück sitzt erst seit wenigen Wochen an ihrem neuen Arbeitsplatz, doch die ersten Gespräche laufen bereits. „Ich habe mir immer schon gedacht, das könnte was Richtiges für mich sein“, sagt sie.

Die Stelle der Ehrenamtskoordinatorin sei in der Gemeinde neu ausgeschrieben worden. Flück habe sich darauf beworben und freue sich nun darauf, die Aufgabe mit Leben zu füllen.
Unterstützung aus Politik und Verwaltung
Die Idee für die neue Stelle sei bereits vor einiger Zeit entstanden. Laut Flück gehe die Initiative auch auf politische Unterstützung zurück. „Bürgermeister Dirk Kuhmann habe das Thema bereits im Wahlkampf angesprochen“, erzählt sie. Auch CDU und UWG hätten sich für die Einrichtung der Stelle eingesetzt und die Idee begleitet. Ziel sei es gewesen, das Ehrenamt in der Gemeinde stärker zu unterstützen und besser zu vernetzen.
Zwischen Autohaus und Ehrenamt
Beruflich ist Doris Flück seit 24 Jahren beim Autohaus Terhart tätig. Dort arbeitet sie in Teilzeit im Vertrieb. Die Nachmittage kann sie deshalb für ihre neue Aufgabe in der Gemeinde nutzen.
Die Tätigkeit als Ehrenamtskoordinatorin ist zunächst mit sechs Stunden pro Woche als Minijob geplant. Trotzdem möchte Flück möglichst viel bewegen.
„Die Vereine zusammenzubringen, Bedarf abzufragen und untereinander zu vernetzen“, beschreibt sie ihre Aufgaben. Auch Fördermöglichkeiten wolle sie recherchieren und weitergeben. Ein großes Thema werde zudem die Gewinnung neuer Ehrenamtlicher sein. Flück kann sich vorstellen, dafür Veranstaltungen oder Aktionen zu organisieren.
Bürgerbus als Zukunftsprojekt
Auch das Thema Bürgerbus gehört zu ihren Aufgaben. Noch stehe das Projekt allerdings ganz am Anfang. „Da sind auch rechtliche Auflagen“, sagt Flück. Man müsse mit dem öffentlichen Nahverkehr zusammenarbeiten, vermutlich einen Verein gründen und ehrenamtliche Fahrer gewinnen.
„Da möchte ich mich noch nicht zu weit aus dem Fenster lehnen“, betont sie. Zunächst wolle sie sich intensiv einarbeiten.
Erste Kontakte laufen bereits
Ein erstes Ziel hat sich die neue Ehrenamtskoordinatorin bereits gesetzt. Sie möchte die Vereine direkt ansprechen und sichtbar machen, dass es nun eine zentrale Ansprechpartnerin gibt. „Die ersten Termine sind schon gemacht worden“, erzählt sie. Wichtig sei ihr vor allem zuzuhören und die Anliegen der Vereine kennenzulernen.
Dabei gehe es nicht nur um Probleme. Flück möchte auch erfahren, was gut funktioniert, damit Vereine voneinander lernen können.
„Wo läuft es gut und wo hapert es vielleicht an Aufgaben oder an zu wenigen Schultern?“, sagt sie.
Vernetzung über Gemeindegrenzen hinaus
Da die Stelle in Raesfeld neu sei, möchte Flück auch den Austausch mit anderen Kommunen suchen. Geplant sei, sich mit Ehrenamtskoordinatoren aus Nachbargemeinden zu vernetzen.
„Einfach mal anhören, was machen die gut“, sagt sie.
Erreichbar ist Doris Flück donnerstags von 14 bis 17 Uhr im Rathaus, Zimmer 118. Telefonisch sei sie fast jederzeit erreichbar, außer am Wochenende und nach 18 Uhr. Wichtig sei ihr dabei vor allem eines: „Dass die Menschen sich melden und wissen, da ist jemand, der zuhört.“
Kontakt: Doris Flück: Telefon 02865 955-118
Mail: [email protected] und bei WhatsApp unter der Festnetznummer.



























