Der Bildstock St. Martin am Hof Roring im Roringshook ist erneut restauriert worden. Das denkmalgeschützte Bauwerk wurde im April 2026 instand gesetzt, nachdem Witterungseinflüsse Schäden verursacht hatten. Die Kolpingsfamilien Raesfeld und Erle laden aus diesem Anlass zu einer gemeinsamen Maiandacht am 27. Mai ein.
Segensstation erinnert an Geschichte der Kolpingfamilie
Der Bildstock St. Martin wurde im September 1935 eingeweiht. Anlass war damals das 25-jährige Bestehen der Kolpingfamilie Raesfeld. Der Bildstock ist 3,5 Meter hoch und insgesamt fünf Meter breit. Errichtet wurde die Anlage aus Bruchsteinen und Klinker.

Das Relief aus Muschelkalk mit der Darstellung des Heiligen Martin, der seinen Mantel teilt, fertigte der gebürtige Raesfelder Bildhauer Josef Meinert in München an. Der damalige Hofeigentümer Roring stellte die Fläche für den Bau zur Verfügung und spendete Bruchsteine aus dem Keller seines Hauses, das zuvor bei einem Brand zerstört worden war. Die Planung übernahm Architekt Ostendorf, der auch die Bauaufsicht leitete.

Verfall durch Flurbereinigung
In den 1960er Jahren wurde die Station infolge der Flurbereinigung von einer öffentlichen Zufahrt abgeschnitten. Heute liegt das Denkmal direkt an der Umgehungsstraße B 70. Die Umgebung verfiel zunehmend und auch das Bauwerk wurde stark beschädigt.
Zum 75-jährigen Vereinsjubiläum der Kolpingfamilie Raesfeld erfolgte 1992 eine umfangreiche Restaurierung. Gleichzeitig wurde die Station als „zeitgeschichtliches Denkmal“ unter Denkmalschutz gestellt.

Erweiterung im Jahr 2001
Im Mai 2001 wurde die ehemalige Fronleichnamsstation nach einer Neugestaltung erneut eingesegnet. Seitdem befinden sich auf der Rückseite zum Hof Roring ein Bildrelief „Maria Himmelskönigin“ sowie ein Kreuz. Beide Arbeiten stammen vom Raesfelder Bildhauer Ferdi Löchteken.
Schäden im Frühjahr 2026 beseitigt
Auch in den vergangenen Jahren setzte die Witterung dem Denkmal weiter zu. Deshalb mussten im April 2026 erneut Schäden behoben werden. Nach Vorgaben der Denkmalbehörde wurden beschädigte und gerissene Fliesen ersetzt sowie Fugen erneuert.
Die Arbeiten führten Klemens Osterholt aus Weseke, Restaurator im Maurerhandwerk, und Werner Nagel von der Kolpingfamilie Raesfeld aus. Werner Heisterklaus entfernte zudem den Bewuchs zwischen den Bruchsteinen und strich die Hinweistafel an der Heidener Straße Ecke Roringshook neu.

Maiandacht am 27. Mai
Nach Abschluss der Arbeiten lädt die Kolpingfamilie Raesfeld gemeinsam mit der Kolpingfamilie Erle zur Maiandacht an die restaurierte Segensstation ein. Die Andacht beginnt am Mittwoch, 27. Mai 2026, um 18 Uhr im Roringshook.
Teilnehmer aus Erle, die mit dem Fahrrad anreisen möchten, treffen sich bereits um 17.15 Uhr zur gemeinsamen Abfahrt am neuen Dorfplatz.



























