„Ihr habt daran mitgearbeitet. Und genau deshalb stehen wir heute hier zusammen.“ Mit diesen Worten begrüßte Andreas Grotendorst die rund 80 Handwerker, die am Bau des neuen HUB Erle der Bürgergenossenschaft Erle eG beteiligt waren.
Auf Einladung von Geschäftsführer Christian Lipfert kamen sie im HUB Erle zu einem gemeinsamen Abend mit Schnitzelbuffet und Getränken zusammen. Ein Treffen, das vor allem eines sein sollte: ein Dankeschön.

Ein Abend für die Menschen hinter dem Bau
Viele der eingeladenen Handwerker betraten das Gebäude an diesem Abend zum ersten Mal in seiner fertigen Form. Über Monate hinweg hatten sie an unterschiedlichsten Stellen gearbeitet: vom Ausschachten über Rohbau und Dacharbeiten bis zu Fliesen, Küchenbau, Architektur, Statik sowie Maler und Holzarbeiten. Jetzt konnten sie sehen, was aus ihrer Arbeit geworden ist.
Mit fachlichem Blick gingen einige durch die Räume. Andere erzählten mit sichtbarem Stolz, welchen Teil ihre Firma zum Bau beigetragen hatte. Rund 80 Handwerker verschiedener Unternehmen waren beteiligt. Sie alle folgten der Einladung von Geschäftsführer Christian Lipfert, der sich gemeinsam mit Vorstand und Aufsichtsrat der Bürgergenossenschaft bedanken wollte.

Ein Projekt mit vielen Höhen und Tiefen
In seiner Rede erinnerte Andreas Grotendorst daran, wie lange die Idee für das Gebäude bereits existiert.
„Als wir vor acht oder zehn Jahren die ersten Ideen für dieses Gebäude hatten, war vieles noch vage“, sagte er. Dass das Projekt tatsächlich umgesetzt werden würde, habe damals kaum jemand für möglich gehalten. Der Weg dorthin sei nicht immer einfach gewesen. „Wir haben viele Höhen und Tiefen gehabt und ganz viele Probleme lösen müssen. Aber wir haben es immer wieder geschafft“, so Grotendorst.
Entscheidend sei dabei vor allem der Zusammenhalt im Ort gewesen. Wenn etwas nicht direkt lösbar gewesen sei, habe immer jemand jemanden gekannt, der helfen konnte. „Das funktioniert halt. Und das macht unseren Ort aus.“

Treffpunkt für das Dorf
Mit dem HUB sei mehr entstanden als nur ein Gasthaus. Grotendorst sprach von mehreren Treffpunkten unter einem Dach: Gastronomie, Werkstattbereiche und Räume für Begegnung. Hinzu kommen künftig der Biergarten sowie der angrenzende Dorfplatz, der von der Gemeinde geplant und gebaut wird.
Seine ursprüngliche Vorstellung vom Gebäude habe ganz anders ausgesehen, sagte er. Am Ende sei etwas Neues entstanden, das dennoch Tradition bewahre. „Die Erde dreht sich weiter. Wenn wir immer nur im Alten bleiben, sind wir nicht zukunftsfähig.“

Sicherheit und Zusammenarbeit auf der Baustelle
Auch Christian Lipfert blickte in seiner Ansprache auf die Bauzeit zurück. Besonders wichtig sei ihm ein Thema gewesen: die Sicherheit.
„Alle Mitarbeiter sind gesund zur Baustelle gekommen und alle sind gesund wieder nach Hause gegangen“, sagte er. Gerade auf einer Baustelle sei das keine Selbstverständlichkeit. Zugleich lobte er die Zusammenarbeit der beteiligten Firmen. Probleme seien nicht nur benannt worden, sondern gemeinsam gelöst worden. „Es ging immer darum: Wie bekommen wir das gelöst, wie geht es weiter?“

Bauzeit von einem Jahr
Rückblickend zeigte sich Lipfert auch über die Geschwindigkeit des Projekts beeindruckt. „Nach einem Jahr und zwei Tagen Bauzeit sollte mal jemand sagen, dass das nicht funktioniert. Dann hat er noch nichts von unserem Projekt in Erle gehört“, sagte der Geschäftsführer. Bis auf die Außenanlagen ist das Gebäude inzwischen fertiggestellt. Der Dorfplatz wird von der Gemeinde umgesetzt. Der Biergarten soll nach Angaben von Lipfert im Mai bezugsfertig sein.

„Ein Dorf ohne Gastronomie ist ein totes Dorf“
Zum Abschluss brachte Aufsichtsratsmitglied Arno Brömmel noch einmal auf den Punkt, warum das Projekt für den Ort so wichtig ist. „Mir war immer bewusst, dass ein Dorf ohne Gastronomie ein totes Dorf ist“, sagte er.
Mit dem HUB habe Erle nun wieder einen Ort, an dem Menschen zusammenkommen können. Der Handwerkerabend zeigte, dass viele Hände daran mitgewirkt haben. Und dass ein Bauprojekt manchmal mehr ist als nur ein Gebäude. Es ist auch ein Gemeinschaftswerk.
Mir war immer bewusst, dass ein Dorf ohne Gastronomie ein totes Dorf ist
Arno Brömmel



























