Auf dem Kundenparkplatz von EDEKA Beyer in Erle wird das Parken seit Freitag, 27. Februar 2026, digital erfasst. Kundinnen und Kunden können weiterhin eine Stunde kostenfrei parken. Danach greift die neue automatische Kennzeichenerkennung.
Technik installiert, Freischaltung vorbereitet
Marktleiter Holger Beyer informiert über den aktuellen Stand: „Die Elektroarbeiten sind abgeschlossen. Die Kameras sind montiert, jetzt folgte die endgültige Freischaltung des Systems.“ Betreiber der Überwachung ist die Firma Vemolo. Sie übernehme die technische Abwicklung und die spätere Bearbeitung möglicher Verstöße.

Eine Stunde kostenfrei für Kunden
Für Kunden bleibt eine Stunde Parkzeit kostenfrei. „Fährt ein Fahrzeug auf den Parkplatz, wird das Kennzeichen automatisch erfasst. Verlässt es den Platz innerhalb einer Stunde, wird die Ausfahrt registriert und die Daten werden wieder gelöscht“, erklärt Beyer.
Bleibe ein Fahrzeug länger stehen, speichere das System die Daten für maximal 48 Stunden. „In diesem Fall schreibt die Firma Wemolo den Fahrzeughalter an und macht eine Parkersatzleistung geltend“, so Beyer.

Verlängerung an der Kasse möglich
Wer länger einkaufen möchte, könne die Parkzeit unkompliziert verlängern. „Sprechen Sie uns einfach an der Kasse an. Wir können die Parkdauer für das jeweilige Kennzeichen freischalten“, sagt der Marktleiter.
Datenschutz und technische Abläufe
„Es werden keine Videoaufzeichnungen erstellt, sondern ausschließlich Fotos der Kennzeichen“, betont Beyer. Die Speicherung erfolge nur so lange wie erforderlich. Nach spätestens 48 Stunden würden die Daten gelöscht. Die datenschutzrechtliche Verantwortung liege beim Betreiber.
Rückblick: Parkdruck seit Jahren ein Thema
Die jetzige Maßnahme hat eine Vorgeschichte. Bereits 2019 führte Beyer eine Parkscheibenregelung ein. Grund war die zunehmende Auslastung der rund 60 Stellplätze. „Verschärft hat sich die Situation nach dem Bau des Ärztehauses. Besonders morgens wurde es eng für meine Kunden“, sagt Beyer. Viele Fremd und Dauerparker hätten die Fläche genutzt. Hinweise und Gespräche hätten wenig Wirkung gezeigt.
Vor Feiertagen, bei Veranstaltungen oder während der Warenanlieferung sei das Parken „reinstes Tetris“ gewesen. Nach seiner Darstellung habe es im vergangenen Jahr rund 15 Blechschäden beim Rangieren gegeben. „Wir brauchen alle Plätze für unsere Kunden“, betont Beyer.
Info: Warum ist ein Bereich eingezäunt?
Ein Teil des Parkplatzes wurde eingezäunt, nachdem zuvor Büsche entfernt worden waren. Damit soll verhindert werden, dass Fahrzeuge über die Bordsteinkante ein oder ausfahren. Das schütze sowohl Fahrzeuge als auch die Bordsteine.
Zudem wurde ein Stellplatz aufgegeben, um den Erfassungswinkel der Kamera korrekt einzustellen. Nur so könne gewährleistet werden, dass alle ein und ausfahrenden Fahrzeuge vollständig erfasst werden.
Wer versucht, den Parkplatz nicht regulär zu verlassen, etwa über einen Gehweg, riskiert eine fehlerhafte Parkzeiterfassung. Wird keine Ausfahrt registriert, geht das System davon aus, dass das Fahrzeug weiterhin auf dem Parkplatz steht.



























