Einstimmig hat der Bau- und Umweltausschuss der Planung in der letzten Woche für den neuen Dorfplatz in Erle zugestimmt. Bauamtsleiter Bernd Roters erklärte in der Sitzung, die Gemeinde habe sämtliche Änderungen berücksichtigt, „die die Fraktionen in der vergangenen Ratsperiode beschlossen haben“.
Verzögerungen habe es zuletzt bei der Frage um drei zusätzliche Bäume gegeben, die die Bezirksregierung als klimafördernde Maßnahme eingefordert habe. „Das hat Zeit gekostet“, sagte Roters.

Aus Kostengründen hatte die Politik zunächst auf ein Wasserspiel verzichten wollen. Nach Angaben der Verwaltung habe der Fördergeber jedoch signalisiert, dass ohne diese Gestaltungselemente der Zuschuss gefährdet sei. 250.000 Euro aus der Städtebauförderung seien der Gemeinde zugesagt worden. Nach Rücksprache zwischen Gemeinde und Bezirksregierung seien drei neue Bäume als Alternative akzeptiert worden. Sie sollen künftig entlang der Schermbecker Straße stehen.

Hecke wird entfernt
Henry Tünte (Grüne) erkundigte sich, ob die Buchenhecke vor dem Grundstück erhalten bleibe. Roters sagte dazu: „Die Hecke wird entfernt.“ Er verwies auf den Ansatz, einen freien Blick auf das neue Dorfgemeinschaftshaus zu ermöglichen. Die Gemeinde stehe hierzu sowohl mit Pächter Christian Lipfert als auch mit der Bürgergenossenschaft Erle als Bauherrn in Kontakt. Beide Seiten hätten dabei nicht immer dieselben Vorstellungen, ergänzte er.
Pflasterung: Steine im Fischgrätmuster

Für den Teil des Platzes, der später von schwereren Fahrzeugen befahren werden soll, sei eine Gestaltung mit dunkleren Steinen im Fischgrätmuster vorgesehen. Nach Angaben von Roters sei dies „die praktikabelste Lösung“. Der Platz insgesamt soll zweifarbig ausfallen. Für den Fall, dass zu einem späteren Zeitpunkt doch ein Wasserspiel installiert wird, sieht die Planung bereits Leerrohre und Leitungen vor. An der vorgesehenen Stelle entstehe zunächst ein Staudenbeet.

Was die Zukunft der Bäume in der Mitte des Dorfplatzes angeht, erläuterte die Verwaltung das weitere Vorgehen. Die größere der beiden Eichen – ein Ableger der Femeiche, der vor rund 30 Jahren von der Tochter des Kornbrenners Johannes Böckenhoff gepflanzt wurde – bleibt erhalten. Der zweite Baum müsse nach Angaben der Verwaltung weichen, da er dem größeren Exemplar Platz und Licht nehme.
Diskussion um Baumarten
Die im Plan vorgesehene Amberbäume lehnte Tünte klar ab. Er forderte heimische Baumarten. Roters zeigte sich dazu offen für Alternativen und bat um konkrete Vorschläge. Die zwei geplanten Amberbäume sollen gegen heimische Bäume ausgetauscht werden.




























