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Adventsbasar Herzblut: Wenn Marmelade rar wird und Socken weggehen wie warmes Brot

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Strickwaren, Marmelade, Holzkunst und noch viel mehr und dazu der Duft von frischen Waffeln: Der 11. Adventsbasar Herzblut füllte am Wochenende das Martinushaus in Raesfeld. Schon am Samstagmorgen drängten sich die ersten Besucher zwischen den Ständen, suchten Geschenke, probierten Kuchen und unterstützten mit jedem Kauf zwei soziale Einrichtungen.

Der Duft von frisch gebackenen Waffeln im Martinushaus Raesfeld

Der Duft von frisch gebackenen Waffeln zog am Wochenende durch das Martinushaus in Raesfeld. Drinnen standen bereits am Samstagvormittag die ersten Gäste dicht gedrängt zwischen Strickwaren, Holzarbeiten, Marmeladengläsern und adventlicher Dekoration. Der 11. Adventsbasar Herzblut zeigte auch in diesem Jahr, wie sehr Handwerk und Herzblut zusammengehören und wie viele Menschen in Raesfeld und Umgebung daran Freude haben.

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Besucher beim Herzblut Basar im Martinushaus Raesfeld
Foto: Petra Bosse

Besucherandrang bereits am Samstag

„Das habe ich so noch nicht erlebt. Bereits kurz nach Öffnung der Tür am Samstagvormittag strömten die Leute herein“, sagte Organisatorin Monika Strothmann am Sonntag. Für sie war schnell klar, woran das lag: „Samstag war der Andrang sehr groß, weil die meisten wissen, wenn sie Sonntag kommen, sind die besten Sachen weg. Darum kommen viele am Samstag.“

Monika Strothmann-Basar Herzblut in Raesfeld
Monika Strothmann. Foto: Petra Bosse

Helfer, Stände und ein leergekaufter Marmeladentisch

Rund 20 Ehrenamtliche waren im Hintergrund und an den Ständen im Einsatz. Sie füllten Kuchenteller, versorgten die Besucher mit Kaffee und beantworteten Fragen zu den liebevoll gefertigten Artikeln. Das Angebot reichte von Holzarbeiten, Deko und Bastelarbeiten bis hin zu Strickwaren und Selbstgemachtem im Glas. Was am Samstag noch massenhaft im Regal stand, war am Sonntag oft schon verschwunden, wie die selbstgemachte Marmelade. „Am Samstagvormittag habe ich noch gedacht: Wer soll die alle kaufen?“, sagte eine Helferin schmunzelnd. Doch keine 24 Stunden später war der Stand leer.

Neben Handareit gab es auch unterschiedliche Marmeladen Sorten zu kaufen
Foto: Petra Bosse

Kuchen, Waffeln & Ausverkauft-Schild am Nachmittag

Auch die Kuchentheke blieb nicht lange gefüllt. Rund 35 Kuchen, Torten und Waffeln gingen an zwei Tagen über den Tresen. Wer am Sonntag auf ein Stück Torte hoffte, brauchte Glück oder Geduld für nächstes Jahr. „Ausverkauft“ hieß es am Nachmittag bereits gegen kurz vor vier.

Socken, Stricktiere und ein voller Einkaufskorb

Besonders gefragt waren in diesem Jahr große, selbstgestrickte Socken. Kindersocken dagegen blieben etwas länger liegen. Eine, die gleich kräftig zuschlug, war Luzie Hetkamp aus Raesfeld. Mindestens zehn Paar nahm sie mit, dazu Stricktiere und weitere Handarbeiten. „Ich wundere mich immer, wie die Frauen hier auf so tolle Ideen kommen, so etwas zu machen. Einfach klasse“, sagte sie und hielt lachend ihre Ausbeute hoch. „Das meiste ist für die Kinder zu Weihnachten.“

Luzie Hetkamp aus Raesfeld deckte sich mit warmen Socken  und Handarbeiten ein.
Luzie Hetkamp aus Raesfeld deckte sich mit warmen Socken und Handarbeiten ein. Foto: Petra Bosse

Viele Besucher aus Raesfeld – und darüber hinaus

Nicht nur Raesfelder nutzten das Wochenende zum Stöbern. Auch Erler und Besucher aus der näheren Umgebung, darunter Borken, fanden den Weg ins Martinushaus. Wer sich umschaute, merkte schnell: Viele der Helferinnen kennen sich seit Jahren. Besonders die Strickgruppe spielt eine starke Rolle. „Sie stricken so gerne“, erzählte Strothmann. „Vor allem die Frauen, die gerne stricken und Handarbeiten, sind voll dabei, aber auch all die anderen, die sich hier handwerklich einbringen. Einer für alle.“

Die Damen von der Raesfelder Strickgruppe
Die Damen der Strickgruppe. Foto: Petra Bosse

Abschied und Dank für Margret Hilver

Zu diesem Team gehörte bis in dieses Jahr auch Margret Hilver. Die 83-Jährige war bereits beim früheren Lepra-Basar aktiv und wurde nun am Sonntag in den Ruhestand verabschiedet. Vor dem Start in den zweiten Verkaufstag sang das Team ein kleines Ständchen und verabschiedete sie mit Dankbarkeit und Blumen.

Zwei Tage Basar – und ein Ergebnis mit Herz

Zwei Tage lang wurde verkauft, gelacht, probiert und nachgefüllt, bis auch die letzten Kisten fast leer waren. Erst am Abend, als die Türen sich schlossen, gönnten sich die Ehrenamtlichen ihre wohlverdiente Ruhe. Denn Herzblut steckt im Namen – und im Ergebnis. Der Erlös wird wie jedes Jahr gespendet: zur Hälfte an das Kinder- und Jugendhospiz „Gut Feismann“ in Nottuln-Darup, die übrigen fünfzig Prozent erhält das Hospiz „Zum Regenbogen“ in Selm-Bork.

Basar Herzblut Raesfeld 2025
Foto: Petra Bosse

Im vergangenen Jahr 2024 konnte durch den Adventsbasar Herzblut die Rekordsumme von 10.802 Euro gespendet werden.

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