StartKreis BorkenEinbürgerungsfeier im Borkener Kreishaus: Mehr als 600 neue Staatsbürger

Einbürgerungsfeier im Borkener Kreishaus: Mehr als 600 neue Staatsbürger

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Gruppenbild bei der Einbürgerungsfeier: Landrat Dr. Kai Zwicker (vorne links) und die zuständigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kreisverwaltung mit den neu eingebürgerten Frauen. Männern und Kindern sowie den weiteren Gästen. Foto: Kreis Borken

Im Kreis Borken sind im Jahr 2025 bislang über 600 Menschen aus 67 Nationen eingebürgert worden. Fünf Personen davon leben in der Gemeinde Raesfeld.

Feierstunde mit Gästen aus 67 Ländern

Kreis Borken. Mehr als 600 Menschen aus 67 Staaten sind im laufenden Jahr 2025 im Kreis Borken eingebürgert worden. Sie leben, arbeiten und engagieren sich hier und halten nun den deutschen Pass in den Händen. Zur Würdigung dieses Schrittes lud Landrat Dr. Kai Zwicker am Montagabend (6. Oktober 2025) zu einer festlichen Einbürgerungsfeier in das Kreishaus ein.

„Die heutige Feier markiert einen wichtigen Meilenstein in Ihrem Leben und in der Gemeinschaft unseres Kreises“, begrüßte der Landrat die Gäste. In seiner Ansprache hob er hervor, dass die neuen Staatsbürgerinnen und Staatsbürger die deutsche Sprache gelernt, sich mit Kultur und Werten vertraut gemacht, den Einbürgerungstest erfolgreich absolviert und sich beruflich sowie gesellschaftlich integriert hätten.

Integration als gemeinschaftliche Aufgabe

Durch das kurzweilige Programm mit musikalischer Begleitung eines Klarinettisten führten Sonja Machalitza vom Kommunalen Integrationszentrum und Tobias Diehl, Leiter des Fachbereichs Zuwanderung, Aufenthalt und Einbürgerung. Beide sind im Kreis Borken tätig und begleiteten den Abend mit persönlichen Worten.

Zum Abschluss betonte Dr. Zwicker erneut die Bedeutung des Miteinanders: „Der heutige Tag bekräftigt noch einmal, wie wichtig gelungene Integration ist.“

Vorteile der Einbürgerung

Mit dem Erwerb der deutschen Staatsangehörigkeit entfielen viele bürokratische Hürden, etwa die Pflicht zur Aufenthaltserlaubnis. Zudem sei der Zugang zu allen Berufen möglich, ebenso wie die freie Wahl des Wohnsitzes innerhalb der EU und visafreies Reisen in zahlreiche Länder. Die Einbürgerung sei zugleich ein Ausdruck des Vertrauens und eine bewusste Entscheidung für ein Leben in Deutschland. Seit 2024 sei Mehrstaatigkeit zulässig, sodass die bisherige Staatsangehörigkeit nicht mehr abgegeben werden müsse.

Herkunftsländer der neuen Staatsbürgerinnen und Staatsbürger

Die größte Gruppe der Eingebürgerten stammt aus Syrien (118 Personen), gefolgt von der Türkei (91) und der Russischen Föderation (41). Weitere Herkunftsländer sind unter anderem Irak (32), Iran (31), Kosovo (25), Bosnien und Herzegowina (20) sowie Serbien (18) und Ukraine (10).

Insgesamt wurden Personen aus 67 Staaten eingebürgert – darunter auch aus europäischen Nachbarländern wie den Niederlanden, Polen und Rumänien, aber ebenso aus entfernten Regionen wie Nigeria, Kolumbien oder Australien. Neun Personen galten als staatenlos.

Einbürgerungen in den Städten und Gemeinden

Nach Angaben der Kreisverwaltung verteilten sich die neuen Staatsbürgerinnen und Staatsbürger auf folgende Wohnorte im Kreisgebiet:

Gronau (142), Borken (119), Ahaus (91), Stadtlohn (39), Vreden (36), Rhede (33), Heiden (21), Schöppingen (20), Isselburg (22), Gescher (23), Heek (14), Legden (13), Reken (13), Südlohn (13), Velen (14) und Raesfeld (5).

Die Zahlen verdeutlichen laut Kreisverwaltung, dass der Kreis Borken weiterhin ein attraktiver Lebens- und Arbeitsort für Menschen aus aller Welt sei.

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