Start31 FragenRaesfeld wählt: 31 Fragen, 4 Kandidaten: Teil 10

Raesfeld wählt: 31 Fragen, 4 Kandidaten: Teil 10

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Weiter geht es im Teil 10 mit der Frage: Welche Rolle sehen Sie für erneuerbare Energien wie Windkraft und Photovoltaik, insbesondere auf öffentlichen oder gemeindeeigenen Flächen

Dirk Kuhmann (CDU), Johannes Ostermann (UWG), Andreas Erzkamp (SPD) und Jonathan Schmidt (parteilos).

In dieser Serie beantworten sie 31 gleiche Fragen, ehrlich, direkt und ohne Kürzungen. Jeden Tag gibt es einen neuen Teil mit den Antworten auf ein bis zwei Fragen.

Vier Kandidaten treten bei der Bürgermeisterwahl in Raesfeld an

Nachhaltigkeit und Umwelt

10. Welche Rolle sehen Sie für erneuerbare Energien wie Windkraft und Photovoltaik, insbesondere auf öffentlichen oder gemeindeeigenen Flächen?

Dirk Kuhmann

Wie zuvor erwähnt, muss die Gemeinde eine Vorbildfunktion im Hinblick auf die erneuerbaren Energien übernehmen. Das macht sie bereits in weiten Teilen, indem beispielsweise auf öffentlichen Gebäuden Photovoltaik und moderne Gebäudeleittechnik installiert werden. An dieser Stelle müsse mit weiteren Maßnahmen angeknüpft werden. Die erneuerbaren Energien müssten stärker in den Fokus rücken, um die Energieversorgung auf erneuerbare Energien umzustellen, nachhaltig und bezahlbar. Diesbezüglich gelte es, die Bürgerinnen und Bürger sowie die Wirtschaft und Landwirtschaft aktiv einzubinden. Auch finanzielle Beteiligungen sollen möglich sein.


Johannes Ostermann

Erneuerbare Energien sind ein wichtiger Baustein für eine nachhaltige Zukunft. Insbesondere Photovoltaikanlagen auf kommunalen Dächern und bereits versiegelten Flächen, wie Parkplätzen und Gewerbeflächen, sehe ich als effiziente und flächenschonende Lösungen. Großflächige Freiflächen-Photovoltaikanlagen sind hingegen kritisch zu betrachten, da sie oft in Konkurrenz zur Landwirtschaft oder wertvollen Flächen stehen. Hier ist Zurückhaltung geboten. Wir stehen für den Ausbau der Windkraft, aber möglichst in kontrolliertem Umfang und unter Einbeziehung der Nachbarschaft. Leider ist unser kommunaler Handlungsspielraum begrenzt, da viele Genehmigungen vom Kreis erteilt werden und eine echte Mitsprache der Gemeinde bei der Standortwahl fehlt. Ein konkretes Ziel der UWG ist es, die Flächen unterhalb der neu errichteten Windkraftanlagen nicht brach liegen zu lassen. Wir wollen die Rahmenbedingungen schaffen, dass dort zusätzlich Photovoltaikanlagen installiert werden können, am besten in Absprache mit den Betreibern der Windenergieanlagen und mit direkter Beteiligung der Raesfelder Bürgerinnen und Bürger. Mit der Gründung der Gemeindewerke Raesfeld gehen wir diesen Weg konsequent weiter. Bürgerbeteiligung ist hier ausdrücklich erwünscht. Unser Ziel ist, dass die Gemeinde durch eigene und gemeinschaftliche Projekte zur Energieerzeugung beiträgt und die Vorteile vor Ort bleiben.


Andreas Erzkamp

Eine sehr große. Raesfeld kann Vorbild sein – mit Photovoltaik und Bürgerbeteiligungsmodellen bei Windkraft, die Akzeptanz schaffen und den Menschen nutzen.


Jonathan Schmidt

Große. Windkraft und PV sind nicht nur ökologisch sinnvoll, sie stärken auch den finanziellen Haushalt der Gemeinde. Mit Bürgergenossenschaften und Investoren will ich Lösungen schaffen, von denen die ganze Gemeinde profitiert – nicht Einzelinteressen. Das „Osterpaket“ der damaligen Bundesregierung hat der Politik ohnehin kaum Spielraum gelassen. Deshalb sollte man nicht Nein sagen, sondern das Beste daraus machen. Für Raesfeld.


Bildung, Jugend und Familien

Weiter geht es mit der Frage 11: Wie planen Sie, Raesfeld für Familien, Jugendliche und junge Erwachsene attraktiver zu gestalten, insbesondere im Freizeitbereich?

Hinweis der Redaktion: Die Reihenfolge der Antworten richtet sich nach der aktuellen Sitzverteilung im Gemeinderat und entspricht zugleich der späteren Reihenfolge auf dem Stimmzettel gemäß § 32 der Kommunalwahlordnung NRW.

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