Was vor wenigen Wochen als „kleine Idee“ begann, hat sich zu einem eindrucksvollen Gemeinschaftsprojekt entwickelt: Das Ehrenmal in Erle wurde rundum erneuert – und das mit viel Herz, Schweiß und Zusammenhalt. Nun ist das Werk vollbracht – und das Ergebnis kann sich sehen lassen.
Bereits im Februar hatten sich auf Initiative der Landjugend Erle-Rhade und des BSV Erle zahlreiche Helferinnen und Helfer zusammengefunden, um das Ehrenmal zu modernisieren. Von Anfang an war klar: Hier geht es um mehr als ein bisschen Kosmetik. Die Anlage sollte nicht nur schöner, sondern würdiger, strukturierter und pflegeleichter gestaltet werden – und das in echter Teamarbeit.
„Am Anfang wollten wir einfach ein bisschen aufhübschen“, erinnerte sich BSV-Präsident Andreas Pass zum Auftakt der Arbeiten. „Aber dann sagte Uli Grunewald: ‚Ein bisschen reicht nicht. Wir müssen das richtig machen.‘ Und plötzlich stand der halbe Ort dahinter.“ So kam es – und das mit Erfolg.

Vom Fundament bis zur Fahne: Alles neu gedacht
Die Arbeiten begannen mit dem Freiräumen der Fläche, dem Fällen von Bäumen und dem Entfernen alter Wurzeln. Es folgte die gründliche Reinigung des Ehrenmals, das Verfugen der Mauer und das Setzen neuer Fundamente für zwei Fahnenmasten. Ein neuer Rahmen aus Eiben, Bodendeckern, Lebensbäumen und Rosen verleiht der Anlage nun Struktur und Frische – ganz im Sinne des Konzepts von Uli Grunewald (Baumschule Grunewald), der fachlich beratend zur Seite stand.
Bei strahlendem Sonnenschein wurde heute, am 5. April 2025, die abschließende Bepflanzung vorgenommen. Zwischen Spaten, Schubkarren und frisch gesetzten Bäumen traf sich das halbe Dorf am Ehrenmal – genau dort, wo man sich sonst eher zu stillen Gedenkmomenten begegnet. Heute jedoch stand die Gemeinschaft im Mittelpunkt.

Ein Projekt vieler Hände und Herzen
Beteiligt waren neben dem BSV und der Landjugend auch die Kirchengemeinde St. Martin, die Gemeinde Raesfeld, der Löschzug Erle, das Team von Hub Erle, Ingolfs Futterstube, das Hotel Lieb & Wert, BWR Schermbeck und viele weitere freiwillige Helferinnen und Helfer. Getränke, Verpflegung, Technik, Pflanzen, Zeit – jeder trug bei, was er konnte.
Simon Grömping von der Landjugend bringt es auf den Punkt: „Es ist einfach schön, zu sehen, wie viel sich bewegt, wenn alle an einem Strang ziehen. Das Ehrenmal ist ein Ort der Erinnerung – jetzt ist es auch ein Zeichen für das, was wir gemeinsam schaffen können.“

Ein neues Gesicht für einen alten Ort
Das Ehrenmal wurde zuletzt 1995 umfassend renoviert – davor 1956, nach dem Zweiten Weltkrieg. Über 30 Jahre später ist die Neugestaltung nun nicht nur eine ästhetische, sondern auch eine emotionale Aufwertung: würdig, nachhaltig, mit viel Liebe zum Detail – und getragen von einer Dorfgemeinschaft, die Zusammenhalt lebt.



























