Kreis Borken warnt vor Teerkolonnen Irische und britische Wanderarbeiter sind zurzeit in der Region unterwegs / Schwarzarbeit melden

Kreis Borken (pd). Die Ermittlungsgruppe Schwarzarbeit des Kreises Borken warnt vor Teerkolonnen, die in diesen Tagen wieder Landwirte, Gewerbetreibende und Hauseigentümer im Kreisgebiet ansprechen. Seit der vergangenen Woche sind irische und britische Wanderarbeiter im Kreis unterwegs. Diese Trupps geben sich als Mitarbeiter bzw. Subunternehmer von namhaften Straßenbauunternehmen aus, die ganz in der Nähe an einer öffentlichen Baumaßnahme beteiligt seien. Zufällig hätten sie noch Asphalt übrig. Deshalb könnten sie die Teerarbeiten günstig anbieten.

Anhand von Fotos werden möglichen Kunden angebliche Referenzobjekte gezeigt, um sie zur Auftragsvergabe zu bewegen. Als besondere Zugabe wird die Bezahlung ohne Rechnung und ohne Mehrwertsteuer angeboten. Was sich zunächst wie ein Schnäppchen anhört, entpuppt sich allerdings bereits bei einem Preisvergleich mit den Angeboten heimischer Betriebe als Irrtum. Zudem werden die Arbeiten häufig in minderer Qualität durchgeführt, Garantien werden nicht übernommen.

Der Kreis Borken weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass es sich bei dieser Art von Geschäften um Schwarzarbeit handelt, bei der neben der Hinterziehung von Steuern und Sozialversicherungsbeiträgen auch handwerks- und gewerberechtliche Vorschriften verletzt werden. Wer die Trupps bei der Arbeit sieht oder wem Aufträge angeboten werden, wird deshalb gebeten, sich beim Fachbereich Sicherheit und Ordnung des Kreises Borken zu melden. Hinweise können auch außerhalb der Öffnungszeiten unter der Rufnummer 02861/82-1122 oder über das Internet unter www.kreis-borken.de/kreisverwaltung/sicherheit-und-ordnung/schwarzarbeit.html abgegeben werden.