StartGemeinde RaesfeldEinbürgerungsfeier: Fünf von 400 neue Staatsbürger leben in Raesfeld

Einbürgerungsfeier: Fünf von 400 neue Staatsbürger leben in Raesfeld

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Landrat Dr. Kai Zwicker (vorne links) mit den an der Feierstunde im Borken Kreishaus teilnehmenden neu eingebürgerten Frauen, Männern und Kindern. Foto: Kreis Borken

Seit dem 27. Juni 2024 wurden 400 Menschen aus 51 Staaten im Kreis Borken eingebürgert. Sie haben nun ihren Lebensmittelpunkt im Kreis und sind im Besitz des deutschen Passes – mit allen Rechten und Pflichten. Fünf von ihnen leben in der Gemeinde Raesfeld.

Am Mittwochabend (02.10.2024) lud Landrat Dr. Kai Zwicker zu einer Feierstunde im Borkener Kreishaus ein. „Die heutige Feier markiert einen wichtigen Meilenstein in Ihrem Leben und in der Gemeinschaft unseres Kreises“, begrüßte er die Gäste herzlich.

Er betonte: „Sie haben unsere Sprache gelernt, sich mit dem Leben in Deutschland, unserer Kultur und unseren Werten auseinandergesetzt. Sie haben Arbeit gefunden, die Ihren Lebensunterhalt sichert, und sich in Ihrer Gemeinde integriert. Mit dem Einbürgerungstest haben Sie nun den letzten Schritt zur Einbürgerung erfolgreich gemeistert.“

Musikalisches Programm und Integration

Durch den Abend führten Sandra Schulz-Kügler, Leiterin des Kommunalen Integrationszentrums, und Tobias Diehl, Leiter des Fachbereichs Zuwanderung, Aufenthalt und Einbürgerung. Ein Klarinettenspieler untermalte das Programm musikalisch und schuf eine feierliche Atmosphäre. Am Ende der Veranstaltung unterstrich Landrat Dr. Zwicker: „Der heutige Tag zeigt erneut, wie wichtig gelungene Integration ist.“

Mehrstaatigkeit möglich

Die meisten Neubürgerinnen und Neubürger hatten bereits im Vorfeld die Zusicherung zur Einbürgerung erhalten. Früher war die Entlassung aus der bisherigen Staatsangehörigkeit eine Voraussetzung. Diese Anforderung entfiel jedoch mit dem „Staatsangehörigkeitsmodernisierungsgesetz“ zum 27. Juni 2024 – seitdem ist Mehrstaatigkeit möglich.

Vorteile der Einbürgerung

Die Entscheidung, deutsche Staatsbürgerin oder deutscher Staatsbürger zu werden, bringt viele Vorteile mit sich: Mit der Einbürgerung entfallen bürokratische Vorgänge wie die Beantragung einer Aufenthaltserlaubnis. Zudem genießen deutsche Bürgerinnen und Bürger die freie Berufswahl, EU-weite Freizügigkeit und visafreies Reisen in zahlreiche Länder. Die Einbürgerung ist ein bewusster Schritt und ein Vertrauensbeweis für ein Leben in Deutschland.

Herkunftsländer der Neubürgerinnen und Neubürger

Der größte Anteil der eingebürgerten Personen stammt aus Syrien mit 91 Personen, gefolgt von der Türkei mit 63 Personen. Weitere Herkunftsländer sind die Russische Föderation und Serbien (jeweils 23 Personen), Kosovo (21 Personen), Irak (18 Personen), Rumänien (17 Personen), Afghanistan (12 Personen) sowie Bosnien und Herzegowina (11 Personen) sowie Polen (10 Personen und der Ukraine (5 Personen).

Weitere eingebürgerte Personen stammen aus

Albanien (7), Iran (7), Pakistan (7), Ägypten (6), Belarus (6), Eritrea (5), Jordanien (5), Libanon (5), Nordmazedonien (5), Ukraine (5), Indien (4), Armenien (3), Äthiopien (3), Aserbaidschan (2), Ghana (2), Griechenland (2), Guinea (2), Italien (2), Kenia (2), Libyen (2), Marokko (2), Moldau (2), Mosambik (2), Sudan (2), Algerien (1), Australien (1), Bulgarien (1), Dschibuti (1), Georgien (1), Israel (1), Kroatien (1), Mauritius (1), Nicaragua (1), Nigeria (1), Portugal (1), Sambia (1), Sierra Leone (1), Somalia (1), Südafrika (1), Ungarn (1), Vereinigte Staaten (1) sowie vier Staatenlose.

Wohnorte der Neubürgerinnen und Neubürger im Kreis Borken

Die meisten eingebürgerten Personen wohnen in Gronau mit 100 Personen, gefolgt von Borken mit 73 Personen. Weitere Wohnorte sind Ahaus (36 Personen), Gescher und Stadtlohn (jeweils 29 Personen), Vreden (21 Personen), Reken (16 Personen), Isselburg und Rhede (jeweils 15 Personen), Heiden und Südlohn (jeweils 13 Personen), Heek und Velen (jeweils 12 Personen), Legden (6 Personen) sowie Raesfeld und Schöppingen (jeweils 5 Personen).


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