StartLandwirtschaftNadine Heselhaus: „Die Landwirtschaft wird unverhältnismäßig stark belastet“

Nadine Heselhaus: „Die Landwirtschaft wird unverhältnismäßig stark belastet“

Veröffentlicht am

SPD-Bundestagsabgeordnete nimmt Stellung zu Kürzungsplänen der Bundesregierung

(pd). Die politische Einigung der Spitzen der Ampel-Koalition auf den Bundeshaushalt für 2024 hat bei vielen Landwirtinnen und Landwirten zu Unmut geführt. Sowohl die Agrardiesel-Rückvergütung als auch die Befreiung landwirtschaftlicher Fahrzeuge von der Kfz-Steuer sollen demnach gestrichen werden. Die SPD-Bundestagsabgeordnete für den Wahlkreis Borken II, Nadine Heselhaus, nimmt dazu Stellung.

„Für die SPD wäre ein Aussetzen der Schuldenbremse auch im kommenden Jahr die bessere Wahl gewesen. Die besonderen Herausforderungen, vor die unser Land durch Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine gestellt wird, rechtfertigen dies aus unserer Sicht. Hierzu gab es in der Regierungskoalition jedoch keine Einigkeit.

Die stattdessen vereinbarten Einsparungen sind in der Summe notwendig und dennoch für die Betroffenen hart. Zwar sind Sparmaßnahmen immer schmerzhaft. Die Landwirtschaft wird durch die Streichung der Agrardiesel-Rückvergütung und der Befreiung landwirtschaftlicher Fahrzeuge von der Kfz-Steuer jedoch unverhältnismäßig stark belastet. Das trifft besonders den ländlichen Raum und damit auch den Kreis Borken. Die Landwirtinnen und Landwirte haben fest mit den beiden Vergünstigungen geplant. Ich verstehe den Unmut über die Entscheidung deshalb gut. Gemeinsam mit anderen Mitgliedern meiner Fraktion setze ich mich dafür ein, dass es im parlamentarischen Verfahren noch zu Änderungen kommt. Denn am Ende wird der Haushalt vom Bundestag beschlossen, nicht von der Regierung.

Ich weiß, was unsere Landwirtinnen und Landwirte leisten. Ohne die Landwirtschaft gibt es keine gesicherte Nahrungsmittelproduktion, keine Landschaftspflege und letztlich auch keine ökologische Transformation. Diese Transformation ist eine generationenübergreifende Mammutaufgabe, die wir neben den vielen Krisen unserer Zeit zu bewältigen haben. Dem muss auch unsere Haushaltspolitik Rechnung tragen, weshalb ich das Urteil des Bundesverfassungsgerichts bedauert habe und die Schuldenbremse in ihrer gegenwärtigen Ausgestaltung nicht für zukunftstauglich halte“, so Nadine Heselhaus.

LETZTE BEITRÄGE

Detlef Wolf liest bei der AWO in Erle aus drei Romanen

Der Erler Autor Detlef Wolf stellt am Freitag, 16. Oktober 2026, drei seiner Romane im „AWO-Kaffee & mehr…“ vor. Wie Andreas Erzkamp von der AWO...

EAV Erle startet Kartenvorverkauf: 2027 geht’s im HUB wieder los

Die EAV ist zurück: Am 15. November startet der Kartenvorverkauf für sechs Vorstellungen 2027 im HUB Erle. Mit neuer Bühne und neuem Saal bereitet sich...

Radarkontrollen | Achtung Blitze vom 5. bis 9. Oktober

Überhöhte Geschwindigkeit zählt nach wie vor auch im Kreis Borken zu den Hauptunfallursachen.  Zur Bekämpfung und Verhinderung der Hauptunfallursache Geschwindigkeit führt die Polizei im gesamten Kreisgebiet...

Starker Rückgang der Arbeitslosenquote: „Ein gutes Signal für den Arbeitsmarkt im Kreis Borken“

Kreis Borken registriert 5.611 Arbeitslose – der Hilfebedarf ist im September weiter rückläufig Kreis Borken (pd). Die Zahl der SGB-II-Arbeitslosen ist wie erwartet im Vergleich zum...

Klick mich