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Interview mit Arno Brömmel: Bürgergenosssenschaft Erle „Ja bitte“

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Gastwirt Arno Brömmel setzt auf die Bürgergenossenschaft Erle. Foto: Petra Bosse

Arno Brömmel im Gespräch: Die Zukunft der Dorfgastronomie in Erle

Die Bürgergenossenschaft „Wir in Erle“ plant den Bau eines neuen Dorfgemeinschaftshauses in Erle. Doch was bedeutet das für Arno Brömmel, den langjährigen Gastwirt, der fest mit der Dorfgastronomie in Erle verwurzelt ist? Wir haben Arno persönlich befragt.

Arno, wie würdest du dich fühlen, wenn die neue Bürgergenossenschaft das Dorfgemeinschaftshaus realisiert wird?

Arno Brömmel: Gastronomie in einem Ort ist genauso wichtig wie Arzt, Apotheke, Supermarkt und Bank. Jeder Bürger braucht einen sozialen Treffpunkt.

Arno, welche Rolle wirst du im HUB Erle spielen? Wirst du weiterarbeiten?

Arno Brömmel: Das kann ich heute noch nicht sagen. Aber wenn junge Leute mich fragen, ob ich aushelfen kann, werde ich das gerne tun. Am liebsten würde ich mich jedoch mit den älteren Leuten auf ein Feierabendbier dort treffen.

Was gefällt dir an der Planung des HUB Erle, unabhängig davon, dass der Zapfhahn aus deiner Kneipe übernommen wird?

Arno Brömmel: Anfangs musste ich über den Namen „HUB Erle“ nachdenken, aber mittlerweile finde ich „HUB“ als Synonym für Knotenpunkt passend. Ich bewundere auch die beiden jungen Leute, Christian Lipfert und Simon Ende, die voller Energie sind und das Projekt unbedingt umsetzen möchten.

Das Konzept sieht vor, alles unter einer Hand zu haben, mehr Digitalisierung für Anmeldungen usw. Wie findest du das und glaubst du, dass es funktioniert?

Arno Brömmel: Das ist sicher eine großartige Idee. Allerdings gestehe ich, dass ich heute noch eher der Mann mit Zettel und Notizblock bin. Es ist wichtig, dass man in der heutigen Zeit, um auf dem Laufenden zu sein, mit der Zeit geht.

Was denkst du über die Finanzierung? Müssen wir alle gemeinsam einen Beitrag leisten, damit das Projekt des Dorfgemeinschaftshauses als Bürgergenossenschaft realisiert werden kann?

Arno Brömmel: Ganz klar, es wird ein herausfordernder Weg, aber es ist machbar. Wir müssen alle noch einmal in die Tasche greifen. Ich würde mich freuen, wenn auch andere Menschen darüber nachdenken und Anteile erwerben.

Warum ist das so wichtig für dich?

Arno Brömmel: Wenn wir keine Dorfkneipe mehr in Erle haben, fehlt uns ein wichtiger Teil des Dorfes: Kultur und Gemeinschaftsgefühl. Auch Jugendliche sollten die Möglichkeit haben, Anteile zu erwerben, vielleicht beispielsweise für 100 Euro. Kleinvieh macht auch Mist, und sie werden als Bürgergenossen anerkannt.

Mehr zur Bürgergenossenschaft auf „Wir-in-Erle.de

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