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Rehkitz-Rettung per Drohne in Raesfeld

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Hegering Raesfeld setzt Drohne zur Rettung von Rehkitzen während der Mahdzeit ein

Um das Leben von Rehkitzen während der Mahdzeit zu schützen, setzt der Hegering Raesfeld erstmalig eine Drohne ein.

Wenn die Landwirte Ende April das Gras für das Viehfutter mähen, beginnt auch die Setzzeit des Rehwilds. Die Ricken verstecken ihre Jungtiere im hohen Gras und diese fliegen nicht, wenn sie Gefahr wittern. Leider führt dies oft zu ihrem Tod. Um die Rehkitze zu retten, verwendet der Hegering Raesfeld nun moderne Technologie.

Bundesförderung

Dank der Unterstützung von Sponsoren und einer Bundesförderung konnte eine Drohne mit Wärmebildtechnik und einer hochauflösenden Kamera angeschafft werden. Dadurch können auch aus großer Höhe Kitze, Junghasen und sogar Gelege von Brutvögeln aufgespürt werden, um sie vor dem Mähtod zu bewahren. Die Drohnenpiloten wurden im vergangenen Jahr aufwändig geschult.

Wie der Hegeringleiter Bernhard Bölker bei der Vorstellung der Drohne betonte, ist die Abstimmung zwischen den Landwirten bzw. Lohnunternehmern, den Revierinhabern und den Kitzrettungsteams von großer Bedeutung.

Termin der Mahd anmelden

Die geplante Mahd sollte sofort am Nachmittag vor dem Termin angemeldet werden unter [email protected], damit das Absuchen der Felder organisiert werden kann. Bölker ist zuversichtlich, dass sich dies mit der Zeit einspielen wird, und empfiehlt, für die Übergangszeit auch weiterhin altbewährte Methoden zur Rettung von Kitzen zu nutzen.

„Für Revierinhaber und Landwirte ist der Schutz der Jungtiere vor dem Mähtod von großem Interesse“, betonte Bölker. Die neu angeschaffte Drohne werde dazu einen wichtigen Beitrag leisten.

Sponsoren

Hegeringleiter Bölker dankt den Sponsoren, die durch ihre finanzielle Unterstützung die Anschaffung erst ermöglicht haben: Volker Binner, Schloss Apotheke OHG, WLV Ortsverband Raesfeld, AgriV eG, A. u. G. Fasselt OHG, Bleker & Schulte-Terhart OHG, Andreas Funke, Volksbank Raesfeld und Erle eG.

Info

Während der Mahdzeit werden jedes Jahr unzählige Rehkitze von Mähmaschinen getötet. Die Jungtiere werden von ihren Müttern oft im hohen Gras versteckt, um sie vor Feinden zu schützen. Doch wenn die Landwirte das Gras mähen, werden sie von den Mähmessern erfasst.

Gerettet werden konnte dieses Rehkitz. Foto: Petra Bosse (Archiv)

Rehkitze sind in den ersten Wochen ihres Lebens noch nicht in der Lage, schnell zu fliehen, da sie sich erst an ihre Umgebung gewöhnen und ihre Muskeln stärken müssen. Deshalb vertrauen sie auf ihre natürliche Tarnung und bleiben im hohen Gras oder im Gebüsch liegen, wenn sich Gefahr nähert. Daher ist es wichtig, Maßnahmen zu ergreifen, um die Tiere vor dem Mähtod zu schützen.

Dieses Problem betrifft nicht nur Rehkitze, sondern auch viele andere Tierarten, wie zum Beispiel Hasen oder Vögel. Um dem entgegenzuwirken, setzen immer mehr Hegeringe und Naturschutzorganisationen moderne Technologien wie Drohnen mit Wärmebildkameras ein, um die Tiere aufzuspüren und zu retten.

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