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NRW richtet Video-Kindernotdienst an Feiertagen und Wochenenden ein

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Symbolfoto: Pixabay

Erkrankungswelle bei Kindern und Jugendlichen – Zusätzlicher Video-Kindernotdienst an Feiertagen und Wochenenden

Düsseldorf. Die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein (KVNO) richtet mit Unterstützung des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen (MAGS) ein zusätzliches Versorgungsangebot im kinderärztlichen Notdienst ein.

Vom 24. Dezember 2022 (ab 10.00 Uhr) bis zum 31. Januar 2023 haben alle Eltern erkrankter Kinder und Jugendlicher in Nordrhein-Westfalen an den Weihnachtstagen, an Mittwochnachmittagen sowie an den Wochenenden die Möglichkeit, eine telemedizinische Beratung (Videosprechstunde) durch eine Kinderärztin oder einen Kinderarzt in Anspruch zu nehmen.

Erste Maßnahmen werden besprochen

Im Rahmen der Videosprechstunde sollen erste Maßnahmen besprochen und auch direkt entschieden werden, ob der Besuch einer Kindernotdienstpraxis nötig ist oder nicht. Das MAGS finanziert dieses zusätzliche Angebot vollständig.

Hohe Anzahl an Infektionskrankheiten

Der ambulante Notdienst für Kinder und Jugendliche und die Kinderkliniken sind aktuell durch die hohe Anzahl an Infektionskrankheiten durch etwa RS-Viren, Influenza und Corona sowie die krankheitsbedingten Personalausfälle extrem stark belastet.

Mit dem zusätzlichen Beratungsangebot per Video sollen Eltern erkrankter Kinder aus ganz Nordrhein-Westfalen eine weitere Anlaufstelle haben, die Orientierung zur Notwendigkeit und Dringlichkeit eines Arztbesuches bietet. Ich hoffe, dass so die Notdienstpraxen gerade während der Weihnachtstage ein Stück weit entlastet werden“, erklärt Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann.

Die telemedizinische Beratung im Kindernotdienst ist zwischen dem 24. Dezember zunächst bis zum 31. Januar 2023 mittwochnachmittags von 16.00 bis 22.00 Uhr sowie an den Wochenenden und an Feiertagen von 10.00 bis 22.00 Uhr möglich. Eltern erreichen sie über die Rufnummer 0211/5970 7284.

Diese ist eine normale Festnetznummer. Anrufer sollten daher beachten, dass die gängigen Kosten für ein Telefongespräch anfallen können.

Videosprechstunde

Um die Videosprechstunde nutzen zu können, benötigen Anrufende lediglich ein Smartphone, Tablet, Notebook oder einen Computer mit Kamera und Mikrofon. Die Installation einer zusätzlichen Software ist nicht nötig.

Die anrufenden Eltern erhalten nach Angabe ihrer Grunddaten einen Link zur Videosprechstunde über SMS oder E-Mail sowie eine Transaktionsnummer (TAN), mit der sie der Videosprechstunde beitreten können. Einmal erfasste Anruferinnen und Anrufer bekommen dann direkt einen digitalen Kontakt zu den diensthabenden Kinderärztinnen und Kinderärzten.

Kinderärztinnen und Kinderärzte stehen online zur Verfügung

„Das Angebot beinhaltet das Potenzial, den kinderärztlichen Notdienst in der aktuellen Situation zu entlasten – daher wünsche ich mir eine rege Inanspruchnahme! Für die Eltern hat die Videosprechstunde den großen Vorteil: Sie können am Bett ihres Kindes sitzen bleiben und müssen nicht den Weg in die nächstgelegene Notdienstpraxis auf sich nehmen. Solch ein virtuelles Wartezimmer ist gleichzeitig auch mit Blick in die Zukunft ein höchst sinnvolles Angebot, das die ambulante Versorgung gerade an Wochenenden und Feiertagen ergänzen kann. Mittlerweile sind FaceTime, Skype und Videokonferenzen im Allgemeinen für viele in ihrer Kommunikation zur Normalität geworden“, sagt KVNO-Vorstandsvorsitzender Dr. med. Frank Bergmann.


Für die Durchführung der pädiatrischen Videosprechstunden werden zu den Notdienstzeiten jeweils mehrere von der KVNO vermittelte Kinderärztinnen und Kinderärzte online zur Verfügung stehen.

Ergänzende Informationen finden Sie unter https://patienten.kvno.de/service/notdienst/telemedizinischer-kindernotdienst.

Unabhängig von diesem neuen Beratungsangebot haben die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein und die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe auch ihre Vor-Ort-Angebote im kinder- und jugendärztlichen Notdienst ausgebaut. Mit der Aufstockung von Personal, der Einrichtung von Notdiensten in Kinderarztpraxen und in Hausarztpraxen (unter anderem auch für ältere Kinder) begegnen die beiden Kassenärztlichen Vereinigungen dem derzeit starken Patientenandrang.

Bei Bürgeranfragen wenden Sie sich bitte an: Telefon 0211/855-5.

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