Zahl der Langzeitarbeitslosen sinkt auf niedrigsten Stand seit 2005
Quote liegt aktuell bei 2,8 Prozent / Landrat Dr. Zwicker: „Individuelle Förderung und Betreuung zahlen sich aus“
Kreis Borken (pd). Die Zahl der Langzeitarbeitslosen im Kreis Borken ist im September auf den niedrigsten Stand seit der Zusammenlegung von Arbeitslosenhilfe und Sozialhilfe im Jahr 2005 gesunken. Aktuell sind beim „Service-Punkt ARBEIT im Kreis Borken“ 5.382 erwerbsfähige Hilfebedürftige als arbeitslos registriert. Im Vergleich zum Vormonat August ist die Zahl der Langzeitarbeitslosen um 252 Personen gesunken, gegenüber dem Vorjahresmonat zählt der Service-Punkt ARBEIT 460 Langzeitarbeitslose weniger. Die Quote der arbeitslosen Grundsicherungsempfänger an den zivilen Erwerbspersonen liegt damit im Kreisgebiet bei 2,8 Prozent (August: 2,9 Prozent).
Auch die Gesamtzahl der erwerbsfähigen Hilfebedürftigen ist im September weiter zurückgegangen. Sie liegt derzeit bei 13.226 Personen (-246 gegenüber August). Inklusive deren Kindern unter 15 Jahren und weiterer nicht erwerbsfähiger Angehöriger haben im September 19.461 Personen (-345) in 9.141 Bedarfsgemeinschaften (-156) Grundsicherung für Arbeitsuchende erhalten.
Landrat Dr. Kai Zwicker freut sich, dass die Zahl der langzeitarbeitslosen Menschen in der Region den niedrigsten Stand seit der Übernahme der Betreuung durch den Kreis Borken erreicht hat. „Auch wenn der Ausbildungsbeginn den Trend positiv beeinflusst, zeigen die Zahlen, dass wir auf dem richtigen Weg sind.“ Ein besonderes Augenmerk richtet der „Service-Punkt ARBEIT im Kreis Borken“ auf die Situation der Unter-25-Jährigen ohne Arbeit. Aktuell zählen im Kreis Borken 354 junge Männer und Frauen aus dieser Gruppe zu den Langzeitarbeitslosen, das sind 152 weniger als vor einem Jahr. Der Rückgang liegt somit bei bemerkenswerten 30 Prozent. „Diese Zahlen belegen, dass gerade die Maßnahmen zur Ausbildungsförderung greifen und sich die individuelle Förderung und Betreuung auszahlen“, so Dr. Zwicker.
In fast allen Städten und Gemeinden im Kreisgebiet ist ein Rückgang der Arbeitslosenzahlen gegenüber dem Vormonat zu verzeichnen. Absolut sind die Zahlen in den großen Städten Bocholt (-78), Ahaus (-29) und Borken (-25) am stärksten zurückgegangen. Nur in Isselburg (+5) und Südlohn (+1) sind die Zahlen geringfügig gestiegen.
Die Arbeitslosenquote im Kreis Borken kann nicht auf die einzelnen Städte und Gemeinden herunter gebrochen werden. Dazu fehlt es an der gemeindebezogenen Zahl der zivilen Erwerbspersonen. Hilfsweise eignet sich für den Vergleich zwischen den Orten die Quote auf Basis der Bevölkerungsgruppe von 15 bis 65 Jahren. Diese Altersgruppe gilt nach dem Zweiten Sozialgesetzbuch grundsätzlich als erwerbsfähig.
Für das Kreisgebiet liegt diese Quote aktuell bei 2,2 Prozent. Im kreisinternen Vergleich ergibt sich ein deutliches Stadt-/Landgefälle. Den höchsten Anteil an Langzeitarbeitslosen weisen weiterhin die drei größten Städte Bocholt (3,3 %), Borken (3,1 %) und Gronau (3,1 %) auf. Am niedrigsten ist die Quote innerhalb des Kreises in den Gemeinden Südlohn (0,1 %), Heek (0,4 %), Schöppingen (0,5 %) und Legden (0,7 %). Den stärksten Rückgang gegenüber dem Vormonat hat die Gemeinde Heek mit -0,3 Prozentpunkten zu verzeichnen.
Im Jahresvergleich ist die Quote kreisweit um 0,2 Prozentpunkte gesunken, unter den Städten und Gemeinden am stärksten in Stadtlohn (-0,7 %), Ahaus und Heiden (-0,5 %) sowie in Gronau, Schöppingen und Velen mit -0,4 Prozentpunkten. Einen leichten Anstieg gegenüber dem Vorjahresmonat gab es lediglich in Borken, Gescher, Isselburg und Vreden.



























