Sachstand 28.08.2010, 13 Uhr: Gronau bleibt Einsatzschwerpunkt
Landrat hebt Großschadenslage auf / Weiterhin angespannte Situation in Epe, in der Gronauer Innenstadt und im Gewerbegebiet an der Losser- und Fabrikstraße
Kreis Borken (pd). Während sich die Hochwassersituation in Ahaus und Heek zunehmend entspannt, kämpfen in Gronau weiter rund 250 Einsatzkräfte gegen die Wassermassen der Dinkel. Am St.-Antonius-Hospital haben Hilfskräfte auf einer Länge von 150 Metern einen zwei Meter hohen Erdwall aufgeschüttet. Ein Eindringen von Wasser ins Krankenhaus konnte so bisher verhindert werden, Evakuierungspläne liegen bereit, mussten bisher aber nicht greifen. Erreicht hat das Hochwasser dagegen einige Gewerbebetriebe an der Fabrikstraße und an der Losserstraße. Nach wie vor steht auch Wasser im Ortskern von Epe und in der Gronauer Innenstadt, vor allem im Bereich der Bahnhofstraße. Der Pegel der Dinkel liegt am nördlichen Stadtrand aktuell bei 2,49 Meter, normal sind 30 Zentimeter. [spoiler]
In Heek gehen derweil die Aufräumarbeiten weiter, ebenso in weiten Teilen der Stadt Ahaus. Bei 60 Häusern, die zwischenzeitlich ohne Strom waren, werden die Stadtwerke die Hausanschlüsse im Laufe des Tages wieder herstellen. Im nordwestlich gelegenen Ortsteil Alstätte ist die Lage stabil, Einsatzkräfte sichern weiterhin die Turnhalle und das Feuerwehrgerätehaus.
Da die krisenhafte Situation nun in erster Linie auf Gronau begrenzt ist, hat Landrat Dr. Kai Zwicker um 12 Uhr die Großschadenslage aufgehoben. Diese Entscheidung hat er gemeinsam mit der Einsatzleitung getroffen, nachdem er sich am Morgen in einem Polizeihubschrauber selbst ein Bild von der Situation im nördlichen Kreisgebiet gemacht hatte. Mitarbeiter des Fachbereiches Sicherheit und Ordnung werden die Lage allerdings weiter beobachten. Auch die Untere Wasserbehörde bleibt im Einsatz, insbesondere als Ansprechpartner für die niederländischen Kollegen, bei denen jetzt die Wassermassen auflaufen und Deiche überspülen.
Zum Hintergrund:
Massive Regenfälle in der Nacht von Donnerstag (26.8.) auf Freitag (27.8.) hatten im nördlichen Teil des Kreises Borken für Überschwemmungen gesorgt. Betroffen waren die Orte Ahaus, Gronau, Heek, Legden und Schöppingen. Durch den Regen schwollen vor allem die Ahauser Aa, die von Ahaus Richtung niederländische Grenze fließt, und die Dinkel, die von Legden über Heek und Gronau Richtung Niederlande führt, deutlich an. In allen Orten war der massive Einsatz heimischer Kräfte erforderlich, darüber hinaus wurde auch Verstärkung aus dem gesamten Regierungsbezirk Münster sowie den Regierungsbezirken Arnsberg, Düsseldorf und Köln angefordert. In Spitzenzeiten waren bis zu 850 Kräfte von Feuerwehr, Technischem Hilfswerk und weiteren Hilfsdiensten im Einsatz. [/spoiler]



























