Erstimpfungen in NRW wegen Lieferschwierigkeiten gestoppt

Kreise und kreisfreie Städte erhalten vorerst keinen Impfstoff für Erstimpfungen in Krankenhäusern und Pflegeheimen.

Rund 100.000 Dosen weniger als vom Hersteller angekündigt erreicht NRW. Der Grund: Lieferprobleme bei Biontech haben konkrete Auswirkungen in NRW: Das Land verhängt einen sofortigen Impfstopp für Kliniken.

Wie das Land in einem Schreiben am späten Mittwochabend mitteilt, bekommen die Kommunen in NRW und damit auch der Kreis Borken keinen Impfstoff mehr für die vor wenigen Tagen angelaufenen Impfungen in Krankenhäusern und Altenpflegeeinrichtungen.

Bis zum 31. Januar sind dann nur Zweitimpfungen in Einrichtungen möglich – diese seien aber sichergestellt, so die Information aus dem Ministerium.

Voraussichtlich ab dem 1. Februar könnten wieder Erstimpfungen in Krankenhäusern und Pflegeheimen stattfinden, heißt es weiter.

Ebenfalls verschoben wird laut Landesregierung der Start der Impfzentren. Die ersten Impftermine sollen dort nicht mehr am 1. Februar, sondern erst eine Woche später am 8. Februar stattfinden.

Die Terminvergabe für die Über-80-Jährigen wird nach Auskunft des Landes wie geplant am 25. Januar starten und wird von der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) koordiniert. Die Schreiben an die Bürger mit weiteren Informationen zur Terminvereinbarung und zu den Abläufen im Impfzentrum sind unterwegs und sollten die entsprechenden Bürgerinnen und Bürger in den nächsten Tagen erreichen.