Abschied von Engelbert Sanders

„Alte Schule, altes Haus – du siehst heute anders aus. Und ich geh‘ zum letzten Mal durch deine Tür…„  Es schwingt immer ein wenig Wehmut mit, wenn Schülerinnen und Schüler am Ende ihrer  Grundschuljahre diese Zeile aus dem Lied von Rolf Zuckowski singen. Da glitzert in den Augen sonst munter schnatternder Mädchen schon mal eine Träne und auch mancher tapfere Schulhofheld bekommt weiche Knie. So war es auch am letzten Schultag in der Sebastianschule in Raesfeld. Doch nicht nur die Viertklässlerinnen und Viertklässler nahmen Abschied von ihrer Schule, auch für Schulleiter Engelbert Sanders  ging seine „Grundschulzeit“  in Raesfeld zu Ende. Seit 2003 war er an der Sebastianschule tätig. Zum 1. August  wechselt er nun zur Bezirksregierung nach Münster. Von dort aus wird er künftig als Qualitätsprüfer die Arbeit der Schulen aus einem anderen Blickwinkel erleben.

An seinem letzten Tag in der Sebastianschule konnte er noch einmal seine Schüler von der besten Seite erleben. Mit Sketchen und einem Rap-Song sorgten sie für einen fröhlichen Schlussstrich unter Engelbert Sanders’ Raesfelder Zeit.

Für den offiziellen Anstrich  der Veranstaltung sorgten dann einige für das Gemeinde- und Schulleben wichtige Erwachsene. Der Schulausschussvorsitzende Hans-Dieter Strothmann und Schulrätin Ulrike Schwartz kamen, um sich persönlich für Engelbert Sanders Wirken in Raesfeld zu bedanken.
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Bürgermeister Andreas Grotendorst stellte in seiner Rede dem scheidenden Schulleiter ein gutes Abschlusszeugnis aus. Engelbert Sanders als Schulleiter ausgewählt zu haben, sei ein „geschickter Schachzug“ gewesen. „Menschen kommen und Menschen gehen, Sie hätten wir lieber bleiben gesehen!“, hob der Bürgermeister hervor.

Ein Grund dafür ist sicherlich, dass Engelbert Sanders der Schlossgemeinde einen guten Ruf als Schulstandort bescherte. Er betrat pädagogisches Neuland  und führte Schach als Pflichtfach ein. Die Sebastianschule wurde dafür jüngst als erste Deutsche Schachschule in NRW ausgezeichnet. In vielen Medien  ist  sogar schon vom „Raesfelder Modell“ die Rede.

„Darüber freut sich ein Bürgermeister natürlich besonders!“ begrüßte Andreas Grotendorst die willkommene Werbung.
Engelbert Sanders bedankte sich im Gegenzug beim Kollegium und den Kindern für die schöne Zeit an der Sebastianschule. Auch der Gemeinde als Schulträger gab er gute Noten für die unkomplizierte Zusammenarbeit.  „In Raesfeld Schulleiter gewesen zu sein, war leicht!“, lautete sein Fazit. (Katrin Schulte-Terhart) [/spoiler]

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