Christian Baumeister, Leiter der Raesfelder Jugendfeuerwehr, gibt diese Aufgaben nach 15 Jahren ab.
Nach 15 Jahren Tätigkeit in der Raesfelder Jugendfeuerwehr verabschiedet sich Christian Baumeister aus dem Dienst.
„Es ist mit 60 Jahren nun die Zeit gekommen, wo ich an mich selber denken muss und etwas anderes machen sollte“, sagte am Dienstagabend bei seiner Verabschiedungsfeier im Feuerwehrgerätehaus der Gemeindejugendfeuerwehrwart Baumeister.
Weiterhin für die Jugend da
Zudem habe er fähige Nachfolger, die die Chance bekommen sollten, sich in die Jugendarbeit einzubringen. „Ich denke, dass heute der richtige Zeitpunkt gekommen ist. In der Freizeit bin ich aber für die Jugend immer da“, versicherte er.

Seit 1978 ist der gebürtige Bueraner in der Feuerwehr tätig. 1989 trat er der freiwilligen Feuerwehr in Raesfeld bei. Seit 2002 war er Gemeindejugendfeuerwehrwart. „Viele der heute aktiven Kameraden sind durch deine Hände gegangen. Sie sind heute gute Kameradinnen und Kameraden, die viel bei dir gelernt haben“, so André Szczesny, Leiter der Feuerwehr.

Einer der Schwerpunkte in der Jugendarbeit von Baumeister seien die Absturzsicherung, Knoten und Stiche sowie die tragbare Leitern gewesen, aber auch, „es gab immer viel Bewegung wie klettern und schwimmen. Du hast nichts ausgelassen und warst allen ein guter Kamerad. Wir haben in den Jahren viel Gutes miteinander erlebt. Besonders wichtig war für dich aber immer die Kameradschaft. Das soll in deinem Sinne weitergeführt werden“, so Szczesny. Er bedankte sich für diese Zeit im Namen der gesamten Feuerwehr.
Werte und Kameradschaft
Eine große Verantwortung und vor allem seine Menschlichkeit zeichneten Baumeister aus, lobte Bürgermeister Andreas Grotendorst. „Eltern vertrauten dir ihre Kinder an. Du hast den Jugendlichen Werte beigebracht. Nicht nur, dass alle gute Fachleute werden im Ehrenamt, sondern auch, dass sie das Menschliche mit ins Leben nehmen.
Das Wort Kameradschaft stand immer ganz oben bei dir. Die Feuerwehr ist, wenn man sich Kameradschaft in Verbindung mit Ehrenamt anschaut, ein Musterbeispiel dafür, denn ohne diese Werte funktioniert unsere Gesellschaft nicht“.

Mit einem lachenden und einem weinenden Auge gehe er, wie er selber gesteht, nun in den Ruhestand. Ein wenig traurig sei er schon. „Natürlich, denn alle sind mir sehr ans Herz gewachsen“. In seiner neu gewonnen Freizeit möchte Baumeister sich nun dem Motorrad- und Fahrradfahren und dem Haus und der Familie widmen.

Tochter und Sohn im aktiven Dienst
Mittlerweile sind auch seine Kinder Rieke (19 J) als Feuerwehrfrau und Sohn Jan (22 J.), Unterbrandmeister, seit ihrem zwölften Lebensjahr aktiv in der Raesfelder Feuer aktiv. Ein Grund vielleicht für den scheidenden Jugendfeuerwehrwart, sich nicht ganz aus seinem Ehrenamt zu verabschieden. Er werde sich auch weiterhin um die Absturzsicherung in der Feuerwehr kümmern.
Zum Abschied gab es für alle Jugendlichen ein gemütliches Beisammensein. Blumen für die Ehefrau Elke Ehret überreichte Markus Büsken, Leiter des Ordnungsamtes der Gemeinde. Die Nachfolgerin für Baumeister ist bereits geregelt: Rebecca Kilian wird diese Aufgabe übernehmen.
Petra Bosse



























