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Interkulturelles Sommerfest mit neuen Gesichtern

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Interkulturelles drittes Sommerfest mit viel Musik in Raesfeld

Eine mittlerweile enge Gemeinschaft feierte am Samstag gemeinsam ihr drittes Sommerfest auf dem Parkplatz des ehemaligen Hotels Epping.

Eingeladen hatte die Flüchtlingshilfe Raesfeld zu einem interkulturellen Sommerfest mit Livemusik der Band „MR. BRASSIDENT“.

Interkulturelles Sommerfest in Raesfeld (Zum ersten Mal dabei war das türkische Ehepaar Fatima (34 J.) und Mehmet mit seinen zehnjährigen Zwillingen. Das Lehrerehepaar lebt seit einem halben Jahr in Raesfeld. Vor zehn Monaten sind sie aus ihrer Heimatstadt aus Angst vor einer Verhaftung geflohen.

Das Ehepaar gehörte in der Türkei der Gülen-Bewegung an. Bis zu dem Tag, wo eines Tages die Polizei ins Haus kam um sie zu verhaften, wie Fatima erzählt. „Zum Glück war keiner von uns zuhause, nur die Großeltern“.

Interkulturelles drittes Sommerfest mit viel Musik in Raesfeld
Die Zwei vom Grill: Wolfgang Warschewski und Elke Rybarczyk (SPD)
Geflohen aus Angst

Aus Angst packte das Paar binnen einer Woche die nötigsten Sachen für ihre Flucht zusammen. Über Griechenland, dann Brüssel kamen sie nach Deutschland. Nicht mitnehmen konnten die Eltern ihre Kinder.

Interkulturelles Sommerfest in Raesfeld (
Schach mit Wolle wird immer gerne angenommen.

Erst sieben Monate später folgten sie ihren Eltern nach Raesfeld. Die Anerkennung als Flüchtlinge für die Familie dauerte gerade mal fünf Monate. Beide sind heute froh, in Raesfeld zu leben. „Alle Menschen in der Gemeinde sind höflich und haben Respekt voreinander. Wir sind sehr glücklich und fühlen uns hier sicher“, so Fatima, die mittlerweile, wie ihr Mann, die deutsche Sprache gut beherrscht. Beide möchten schnell eine Arbeit als Lehrer finden aber, „dafür brauchen wir perfektes Deutsch“.

Interkulturelles Sommerfest in Raesfeld (
Leckeres vom Grill, sowie eine Hüpfburg, Kinder-Schminke und Schachspielen sorgten für Unterhaltung. In geselliger Runde kamen die Besucher des Festes schnell ins Plaudern. Sprachbarrieren gibt es kaum noch, denn fast alle Flüchtlinge beherrschen die deutsche Sprache. „Heute sehe ich nicht nur bekannte, sondern auch fremde Raesfelder Gesichter hier. Das freut mich“, so Nicole Höbing, Integrationsbeauftragte der Gemeinde.

Petra Bosse

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