Die Junggesellenschützen Raesfeld haben für Hinweise über den Verbleib der Schützenkette, eine Belohnung von 50 Liter Bier als Belohnung ausgesetzt.

Immer noch wie vom Erdboden verschluckt, ist die Schützenkette der Junggesellenschützen Raesfeld.

Die Raesfelder Junggesellenschützen
Letzter Träger der Königskette: Jonas Brömmel 2017

Trotz groß angelegter Suchaktion und einer extra eingerichteten Sonderkommission unter dem Namen „SoKo Schützenkette“, bleibt die traditionsreiche Schützenkette mit 22 Silberplaketten der letzten Schützenkönige, verschwunden.

Vorschriftsmäßig in die Kammer gelegt

Fragen über Fragen über den ihren Verbleib haben die Schützen. Allen voran Präsident Leonard Suer. Diese sei, so Suer, nach dem Vogelschießen und dem anschließenden Throntanz 2017 wie gewohnt beim Festwirt Wenzel Schwering in die Kammer gelegt worden.

Die Raesfelder Junggesellenschützen
2016 bekam Timo Eilers die Kette umgehängt.

„Wir haben die Kette dem König Jonas Brömmel abgenommen und vorschriftsmäßig in die Kammer des Zeltes gelegt“, so Suer. Anschließend habe man sich allerdings  nicht mehr darum gekümmert. Erst jetzt wieder, für das anstehende Schützenfest, fing die Suche an.

Laut Präsident Suer hat Wenzel Schwering die Kette nicht, und auch nach diesem Abend nicht mehr gesehen. Trotzdem ist Leon Suer optimistisch. „Ich denke, dass sich jemand einen Spaß daraus gemacht hat und die Kette vor dem Fest wieder rausrückt“.

König Leonard Suer
Der Raesfelder Junggesellenschützen Thron 2015 mit Schützenkette und König Leonard Suer

Ein echter Diebstahl sei für den Verein fatal. Es gehe hier noch nicht einmal ums Geld. „Die Kette hat für uns alle einen ideellen Wert. Auch für mich, denn meine Plakette ist auch dort dran“, so Suer. Er kann sich darüber hinaus aber auch nicht vorstellen, dass wirklich jemand die Kette geklaut hat. „Was soll er damit? Die Kette kann man in keinem fachgerechten Geschäft anbieten oder für Geld einlösen. Einschmelzen sei sehr arbeitsintensiv“, so Suer.

Die Fahndung läuft weiterhin auf Hochtouren und mittlerweile haben die Junggesellenschützen Raesfeld eine Belohnung ausgesetzt. 50 Liter Bier für denjenigen, der Kette findet oder Hinweise über den Verbleib geben kann.
Also Jungs. Wer die Kette hat, sollte dieses schnellsten wieder den Schützen zurückgeben, denn mittlerweile wird die Zeit knapp. Und ganz ehrlich?
Es ist ein schlechter Scherz, wenn sich jemand an diesem traditionsreichen Schmuckstück in stillen Kämmerlein erfreut!
Hinweise nimmt immer noch die hiesige Polizei entgegen und der Heimatreport.

QUELLE Petra Bosse
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