StartKreis Borken4.652 Bürger im Kreis Borken erhielten 2022 finanzielle Unterstützung

4.652 Bürger im Kreis Borken erhielten 2022 finanzielle Unterstützung

Aufwendungen für die „Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung“ beliefen sich 2022 kreisweit auf rund 33,5 Millionen Euro

4.652 Bürgerinnen und Bürger erhielten im Dezember 2022 im Kreis Borken Grundsicherungsleistungen 

Kreis Borken. Im Dezember 2022 haben 4.652 Bürgerinnen und Bürger im Kreis Borken finanzielle Unterstützung im Rahmen der „Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung“ erhalten.

Ein Jahr zuvor, im Dezember 2021, waren es mit 4.441 noch 211 Personen weniger. Diese Zahlen teilt jetzt Karin Ostendorff, Leiterin des Fachbereichs Soziales der Kreisverwaltung Borken, mit.

Die Grundsicherung soll den Bedarf für den Lebensunterhalt älterer oder dauerhaft voll erwerbsgeminderter Personen sicherstellen, wenn Einkommen und Vermögen dazu nicht ausreichen.

Leistungsempfänger über der Altersgrenze

Als „älter“ gilt, wer die derzeit jährlich ansteigende Regelaltersgrenze überschritten hat. Die Regelaltersgrenze lag im Jahr 2022 bei 65 Jahren und elf Monaten.
Wie Karin Ostendorff erläutert, habe der Anteil der Leistungsempfänger über der Altersgrenze mit 2.233 Personen im Dezember 2022 bei rund 48 Prozent gelegen.

Krankheit oder Behinderung

Hinzu kommen 2.419 Bürgerinnen und Bürger zwischen 18 Jahren und der Altersgrenze, denen es wegen Krankheit oder Behinderung dauerhaft nicht mehr möglich ist, ihren Lebensunterhalt durch eigene Einkünfte beziehungsweise eigene Erwerbstätigkeit zu bestreiten.

„Die Entscheidung, ob eine Person dauerhaft voll erwerbsgemindert ist, trifft allein die zuständige Rentenversicherung“, sagt Ostendorff zur Zuordnung zu diesem Personenkreis.

Ausgaben im Kreis Borken von rund 33,5 Millionen Euro

Die Ausgaben für die Grundsicherung beliefen sich insgesamt auf rund 33,5 Millionen Euro (2021: 31,5 Millionen Euro). Der Bund übernimmt seit dem Jahr 2014 die Aufwendungen in voller Höhe.
Frauen und Männer unter der Altersgrenze, die nur vorübergehend erwerbsunfähig und bedürftig sind und keine anderen Leistungsansprüche haben, können „Hilfe zum Lebensunterhalt“ beziehen.

Im Jahr 2022 haben durchschnittlich 406 Personen diese Leistungen in Anspruch genommen. Gegenüber dem Vorjahr ist die Anzahl der Personen damit leicht gestiegen. Im Jahr 2021 bezogen noch durchschnittlich 387 Personen diese Leistungen.
„Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung“ sowie die „Hilfe zum Lebensunterhalt“ gelten als Sozialhilfe nach dem SGB XII in Abgrenzung zur „Grundsicherung für Arbeitsuchende“ nach dem SGB II (seit dem 01.01.2023 „Bürgergeld“ früher „Hartz IV“).

Alle drei Hilfearten dienen der Sicherung des Lebensunterhaltes; jede hilfebedürftige Person hat in Abhängigkeit von ihrem Alter und ihrer Erwerbsfähigkeit jeweils Anspruch auf genau eine dieser Hilfearten.

Petra Bosse
Freie Journalistin und Bloggerin seit 2008. Nah am Menschen, lokal verwurzelt, journalistisch präzise. Ich schreibe über das, was vor der Haustür passiert – unaufgeregt, ehrlich und mit einem Blick für das Wesentliche. Kontakt MAIL redaktion[at]heimatreport.de . Tel.: 02865 9995556. Mailadressen und persönliche Daten werden vertraulich behandelt und nicht an Dritte weitergegeben.

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