Wo sehen Sie die Notwendigkeit für unbequeme, aber notwendige Entscheidungen, auch wenn diese kurzfristig auf Widerstand stoßen könnten?
„Verantwortung bedeutet, nicht den bequemsten Weg zu gehen, sondern den richtigen. Es muss auch Entscheidungen geben, die vielleicht nicht sofort allen gefallen, die aber für unsere Gemeinde notwendig sind.
Ein Beispiel ist die Wohn- und Flächenentwicklung. Um Wachstum, bezahlbaren Wohnraum und den Erhalt unseres dörflichen Charakters im Gleichgewicht zu halten, braucht es Grenzen und Regeln – auch wenn das heißt, dass nicht jeder Bauwunsch erfüllt werden kann, sondern teils Sanierung vor Neubau geht.
Beim Thema Energie brauchen wir Mut und Weitsicht. Ich will jetzt den Ausbau erneuerbarer Energien vorantreiben, aber nur mit Beteiligung und Transparenz, auch wenn das nicht allen gefällt.
Das Ehrenamt braucht mehr als nur Anerkennung – es braucht echte Unterstützung. Ich setze mich für strukturelle Entlastung und bessere Koordination ein, auch wenn das Investitionen erfordert.
Auch bei der Auswahl und Finanzierung von Infrastrukturprojekten müssen wir unbequeme, aber richtige Prioritäten setzen. In den letzten Jahren sind die Baukosten deutlich gestiegen, und große Vorhaben belasten unseren Haushalt für viele Jahre.
Das heißt, nicht jedes wünschenswerte Projekt kann sofort umgesetzt werden. Wir müssen gut abwägen, was für die Entwicklung von Raesfeld am dringendsten ist – auch wenn dafür Wünsche auf später verschoben werden müssen. Hier ist der Dialog wichtig. Ich verspreche keine einfachen Antworten, aber klare Haltung und ehrliche Kommunikation“.
Nächste Frage ist: Was bedeutet für Sie, Verantwortung zu übernehmen – auch im Fall von Fehlern oder Rückschlägen?



























