Welche Entscheidungen der letzten Jahre hätten aus Ihrer Sicht besser oder anders getroffen werden können?
„Ein besonders enttäuschendes Beispiel war die Ablehnung unseres UWG-Antrags zur finanziellen Entlastung von Familien bei Kita, OGS und Übermittagsbetreuung. Gerade junge Familien hätten dringend mehr Unterstützung gebraucht, um Raesfeld als attraktiven und familienfreundlichen Wohnort zu stärken.
Auch die Genehmigung zahlreicher Windkraftanlagen erfolgte vielfach ohne ausreichende Einbindung der Bevölkerung. Trotz des begrenzten kommunalen Einflusses hätte man hier mehr Transparenz, Mitsprache und frühzeitige Kommunikation einfordern müssen, um Akzeptanz zu schaffen.
Darüber hinaus wurden in den vergangenen Jahren hohe Investitionen in kostspielige Infrastrukturprojekte getätigt, die den Haushalt langfristig belasten. Dadurch fehlt heute Spielraum für wichtige Bereiche wie Vereinsförderung, soziale Projekte oder das Ehrenamt.
Ein weiteres Versäumnis sehe ich im Bereich der Digitalisierung. Verwaltungsprozesse sind vielerorts noch nicht digitalisiert, und Bürgerbeteiligung findet kaum über digitale Kanäle statt – hier wurde wertvolle Zeit verschenkt“.
Nächste Frage: Welche Kritik oder Sorgen haben Ihnen Bürgerinnen und Bürger zuletzt mitgeteilt und wie wollen Sie darauf reagieren?



























