Münsterland e.V. sollte 15 Millionen Euro in die Schlösser- und Burgenregion investieren

Münsterland. Wer das Münsterland kennt, weiß um seine zahlreichen Schlösser, Burgen und Herrenhäuser. In kaum einer anderen Region gibt es schönere Zeugnisse großer Baukunst als hier. Dabei sind sie für den hiesigen Tourismus und somit auch als Wirtschaftsfaktor enorm wichtig. Um die damit verknüpften Erwartungen, wie gute Erreichbarkeit, Zugänglichkeit und einen hohen Erlebniswert, dauerhaft erfüllen zu können, liegt nun der „Masterplan Schlösser- und Burgenregion Münsterland“ vor. Entwickelt wurde er im Rahmen der Regionale 2016 vom Münsterland e.V., den Münsterlandkreisen Borken, Coesfeld, Steinfurt und Warendorf sowie der Stadt Münster.

Freuen sich auf die Umsetzung des "Masterplans Schlösser- und Burgenregion Münsterland" (v.l.): Dr. Christian Schulze Pellengahr (Landrat Kreis Coesfeld), Katja Stefanis (ift), Dr. Klaus Effing (Landrat Kreis Steinfurt), Michael Kösters (Münsterland e.V.), Dr. Olaf Gericke (Landrat Kreis Warendorf), Marcus Lewe (OB Münster), Dr. Heike Döll-König (Tourismus NRW e.V.), Prof. Dr. Reinhard Klenke (Regierungspräsident Münster), Klaus Ehling (Münsterland e.V.), Erbprinz Carl Ferdinand zu Bentheim und Steinfurt, Uta Schneider (REGIONALE 2016 GmbH), Jan Kobernuß (ift) und Dr. Kai Zwicker (Landrat Kreis Borken) vor der Kulisse des Erbdrostenhofs Münster. Foto: Maren Kuiter / KameraDIN
Freuen sich auf die Umsetzung des „Masterplans Schlösser- und Burgenregion Münsterland“ (v.l.): Dr. Christian Schulze Pellengahr (Landrat Kreis Coesfeld), Katja Stefanis (ift), Dr. Klaus Effing (Landrat Kreis Steinfurt), Michael Kösters (Münsterland e.V.), Dr. Olaf Gericke (Landrat Kreis Warendorf), Marcus Lewe (OB Münster), Dr. Heike Döll-König (Tourismus NRW e.V.), Prof. Dr. Reinhard Klenke (Regierungspräsident Münster), Klaus Ehling (Münsterland e.V.), Erbprinz Carl Ferdinand zu Bentheim und Steinfurt, Uta Schneider (REGIONALE 2016 GmbH), Jan Kobernuß (ift) und Dr. Kai Zwicker (Landrat Kreis Borken) vor der Kulisse des Erbdrostenhofs Münster. Foto: Maren Kuiter / KameraDIN

Umfangreiche Onlinebefragung

Am heutigen Nachmittag wurden die Ergebnisse Vertretern aus Politik und Verwaltung, unterschiedlichen touristischen Leistungsträgern sowie Marketing- und Tourismusexperten vorgestellt.
Um herauszufinden, welche Defizite bearbeitet werden müssen, welche Wünsche offen sind und welche Ideen dringend umgesetzt werden sollen, wurden im Vorfeld eine umfangreiche Onlinebefragung, verschiedene Workshops sowie zahlreiche Expertengespräche durchgeführt: „So hat sich gezeigt, wieviel Potenzial das Thema Schlösser und Burgen hat und wie groß die Bereitschaft zum Handeln ist. Für das Münsterland können wir hier noch deutlich mehr Zugkraft entwickeln“, erläutert Klaus Ehling, Vorstand des Münsterland e.V.

„100 Schlösser Route“
Konkret heißt das beispielsweise, die Radwege der „100 Schlösser Route“ mithilfe von Hinweisschildern und Infotafeln aufzuwerten. Auch die Inszenierung der einzelnen Anlagen soll verbessert werden, etwa durch Audiomaterial, das Wissenswertes zur Geschichte des jeweiligen Schlosses vermittelt. Nicht zuletzt sollen die einzelnen Akteure – das sind neben den Schlossbesitzern auch Hotel- und Gastronomiebetriebe, Tourist-Informationen und Freizeiteinrichtungen – besser miteinander vernetzt werden, um so die regionalen Wertschöpfungsketten zu stärken.

Masterplan
„Mit dem Masterplan ,Schlösser- und Burgenregion Münsterland` erhalten die Verantwortlichen jetzt die fundierte fachliche Grundlage, ihr Angebot systematisch zu verbessern und dadurch mehr Gäste zu gewinnen“, erklärt Jan Kobernuß, Geschäftsführer der Firma ift Freizeit- und Tourismusberatung GmbH aus Köln, die den Masterplan entwickelt hat.
Rund 120.000 Euro wurden dazu in die Hand genommen, zehn Prozent davon hat der Münsterland e.V. als Projektträger mit seinen Partnern selbst beigesteuert, der Rest stammt aus Landes- und EU-Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE).
Insgesamt wurden 15 Masterprojekte identifiziert, die in den kommenden Jahren umgesetzt werden sollen. Die ift Freizeit- und Tourismusberatung GmbH beziffert die anstehenden Investitionen auf gut 15 Millionen Euro. Ein Großteil davon soll in die Verbesserung der Infrastruktur fließen. Für die Umsetzung der Masterprojekte sollen ebenfalls Fördermittel in Anspruch genommen werden, dennoch werden auch seitens der Region weitere Gelder bereitzustellen sein. „Dazu werden wir mit den Empfehlungen des Masterplans in die Region gehen, um Politik und Verwaltung zu informieren und zu überzeugen. Auch die Privatwirtschaft wird ihren Beitrag leisten müssen. Denn nur durch gemeinsames Handeln können wir die zentralen Ziele erreichen: mehr Gäste gewinnen, Wertschöpfung und Steuereinnahmen steigern und das touristische Profil des Münsterlandes weiter stärken“, resümiert Michael Kösters, Generalbevollmächtigter beim Münsterland e.V.

Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung
Der Masterplan „Schlösser- und Burgenregion Münsterland“ ist ein Projekt, das im Rahmen der Regionale 2016 umgesetzt wird. Er wird aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gefördert.

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