Der 15-km Radius gilt auch für Raesfelder. Fahrten in Hotspots wie Dorsten nur eingeschränkt erlaubt. 15-km Grenze für Raesfelder beginnt an der Ortsgrenze Dorsten.

Der Kreis Recklinghausen gilt seit dem 12.1. (Dienstag) als Hotspot, da der Inzidenzwert über 200 angestiegen ist. Davon betroffen ist unter anderem auch die Stadt Dorsten. Somit hat die 15-km Regelung Gütigkeit, obwohl hier die 7-tages Inzidenz bei aktuell 143,2 liegt (Mittwoch).

Diese Regionalverordnung hat aber nicht nur für die Menschen in und um Dorsten Gültigkeit. Verbunden mit den Bewegungseinschränkungen und der „15 km-Regel“ ist auch die Gemeinde Raesfeld.

Obwohl der Inzidenzwert aktuell im Kreis Wesel bei 123,5 liegt, bedeutet dies nicht, dass die Bürger einmal quer durch den Kreis Recklinghausen eine Vergnügsfahrt machen dürfen.

15km Grenze ab Ortsgrenze Dorsten

Die 15-km Reglung gilt für Raesfelder ab Ortsgrenze Dorsten, nicht ab Hausadresse. Sie haben damit die gleiche räumliche Bewegungseinschränkung. Diese gilt für das Hineinfahren in solche „Hotspots“ von außerhalb: Personen, deren Wohnsitz oder gewöhnlicher Aufenthaltsort nicht im jeweiligen Stadt-/Kreisgebiet liegt, dürfen sich innerhalb der Gebiete mit den hohen Inzidenzzahlen nur bewegen, wenn sie dabei den 15-Kilometer-Radius um den eigenen Heimatort nicht verlassen.

Ein Beispiel: Ab Freudenberg bis nach Recklinghausen über die A31 sind rund 41 km und über die B58 gute 30 km. Diese Fahrt geht ohne einen der unten aufgeführten Gründe schon mal nicht.

Rund 10 km lang ist die Fahrt von Freudenberg bis in die Dorstener Innenstadt. Diese liegt im 15-Kilometer-Radius um den eigenen Heimatort und darf somit besucht werden.

Es gibt aber Ausnahmen, wo Raesfelder von den Beschränkungen des Bewegungsradius ausgenommen sind:

  • 1. die Erledigung beruflicher, dienstlicher, ehrenamtlicher und vergleichbarer Besorgungen,
  • 2. der Besuch der Schule, der Kindertagesbetreuung beziehungsweise Notbetreuung oder eine Begleitung bei diesem Besuch,
  • 3. der Besuch von Einrichtungen und Diensten der Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderungen sowie Einrichtungen
  • 4. Besuche bei und von engen Familienmitgliedern, Lebensgefährten und vergleichbar nahestehenden Personen,
  • 5. die Übernahme pflegerischer, unterstützender und betreuender Tätigkeiten für andere Personen,
  • 6. die Inanspruchnahme von medizinischen, pflegerischen und sonstigen nicht dem Freizeitbereich zuzuordnenden Dienstleistungen,
  • 7. Fahrten aus ähnlich gewichtigen und unabweisbaren Gründen, sofern die vorgenannten Tätigkeiten nach der Coronaschutzverordnung in der jeweils geltenden Fassung zulässig sind.

Ordnungswidrigkeiten werden übringens mit einer Geldbuße bis zu 25.000 Euro geahndet.

Es handelt sich hierbei um eine Ordnungswidrig im Sinne des Infektionsschutzgesetzes. Vorsätzlich oder fahrlässig handelt,

1. wer einen Radius von 15 Kilometern um den eigenen Wohnort überschreitet,

2. oder umgekehrt das Gebiet aufsucht und dabei einen Radius von 15 Kilometern um den eigenen Wohnort überschreitet, ohne dass ein Ausnahmegrund (siehe oben) vorliegt.

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3 KOMMENTARE

  1. Wie war das? – Ich darf jetzt nicht mehr nach Dorsten??? Grundgütiger, das ist ja furchtbar!!!
    Andererseits:Ich WILL ja gar nicht nach Dorsten.
    Was soll ich da auch? Einkaufsbummel? Fällt aus. Geschäfte zu. Mir die „historische Dorstener Altstadt ansehen? Welche Altstadt? Mich an den Gestaden des Wesel-Datteln-Kanals ergehen? Bei dem Usselwetter? Also nochmal: Was, zum Kuckuck, soll ich in Dorsten?
    Wenn ich da wirklich was zu tun hätte, könnte ich auch hin. In dem Ausnahmekatalog ist alles das, was notwendig ist, aufgelistet, ergo: erlaubt.
    Also, was soll das Geschrei?
    Na gut, wenn Raesfeld jetzt hundertzwo’nfuffzich Meter näher an Dorsten liegen würde, dann könnte ich hin. Auch ohne Grund.
    Und genau DAS ist der Punkt.
    Es geht doch nicht um fünfzehn, dreizehnkommazwo oder fuffzehnkommasechs Kilometer. Es geht darum, daß das Raesfeld-Corona-Virus nicht nach Dorsten exportiert oder das Dorstener-Corona-Virus nicht nach Raesfeld importiert wird. Oder wohin oder von wo auch immer. Kernbotschaft also: Leute, bleibt mit Eurem Allerwertesten zu Hause fahrt nirgendwo hin. Schon gar nicht nach Winterberg, weil „der Kleine mal an die frische Luft muß.“ Die kriegt er auch – fußläufig – im Dämmerwald. Der ist groß genug. Da kann man sich auch aus’m Weg gehen. Scheint aber schwer begreiflich zu sein.

  2. Heute Abend haben mich beim Walken mal wieder Gladbecker, Herner, Ennepetaler, Duisburger usw.usw. Überholt, und das im Lichtenhagen. Vermutlich arbeiten alle dort im Wolfsschutz 😉 …

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