Jeden Abend stehe ich staunend auf dem Balkon in der 14. Etage meiner Wohnung in Toronto und bestaune die Skyline. Der Blick auf die Hochhäuser mit ihren vielen Lichtern lassen nur erahnen, wie das Herz dieser 2,5 Millionen und größten Stadt Kanadas, auch in der Nacht pulsiert.
Meine Aussicht von meiner Wohnung und meiner Terrasse in Erle ist die Spitze der St. Silvesterkirche von der einen Seite, und der tolle Sonnenuntergang über der Westrich von der anderen Seite. Auch schön….

Einen Vorteil allerdings hat das Landleben in Erle gegenüber Toronto auf alle Fälle. Wer sich in Erle verläuft, der findet schnell wieder zurück. Im Gegensatz zu Toronto downtown. Meine erste Tour auf Schusters Rappen ging so lange gut, bis ich nach einem Kaufhausbummel in meinem Lieblingskaufhaus „Winners“ den falschen Ausgang erwischte.

Noch so ziemlich beseelt von der tollen Ausbeute die ich gemacht habe und den Wechselkurs von Dollar und Euro im Kopf, lief ich von da an nur noch in die falsche Richtung. Anstatt die Jonge Street, größte Einkaufsstraße Kanadas, Richtung Norden zu laufen, lief ich unermüdlich Richtung Westen und kam fast an den Niagarafällen aus.
Naja, nicht ganz, aber irgendwann entschloss ich mich dann, endlich mal jemanden zu fragen, wo denn die Merton Road ist. Zum Glück, denn ich musste zehn Stationen mit der U-Bahn wieder zurück fahren und kam mit zweieinhalbstündiger Verspätung zum Essen zu Hause an.



























