Zufriedenheit im Beruf – Geistliche stehen an erster Stelle

Wer nach Erfüllung im Arbeitsleben strebt, sollte am besten Pfarrer werden.

Laut einer US-Studie gehören Geistliche mit zu den zufriedensten Berufsgruppen.

Ein Fazit aus mehr  als 27 000 befragen Frauen und Männer aller Berufsgruppen. Ganz oben auf der Liste stehen Geistliche. 87 Prozent der befragen Pfarrer oder Seelsorger gaben an, mit ihrer Arbeit sehr zufrieden zu sein.

In der Rankingliste folgten die  Feuerwehrleute mit 80 Prozent. Demnach sind die Menschen am zufriedensten, die in ihrem Beruf andere Menschen Helfen oder pflegen.

Zu dieser Gruppe gehören auch lehrende oder kreative Tätigkeiten, die zur Zufriedenheit im Job beitragen.

Am unglücklichsten waren bei dieser Umfrage  die Automechaniker. Die Unzufriedenheit im Job lag bei ungelernten Kräften und Arbeiter. Sie lagen deutlich unter dem Durchschnittswert von 47 Prozent.  Auch Berufstätige, die körperliche Arbeit ausüben, zeigten sich weniger glücklich: Nur ein Viertel der Dachdecker und 13 Prozent der Automechaniker bezeichnete sich selbst als zufrieden.

Wenn aber die  Bürger in Deutschland  nach dem Ansehen verschiedener Berufsgruppen gefragt werden, gibt es hier  klare Favoriten. Der Beruf des Pfarrers gehört wegen der Missbrauchsvorwürfe nicht mehr dazu.

Hohes Ansehen in Deutschland genießen weiterhin Feuerwehrleute, Ärzte und Polizisten.

Laut einer Umfrage soll das Vertrauen in Geistliche  jedoch massiv gesunken sein. Vorsitzende der Nürnberger Gesellschaft für Konsumforschung  Klaus Wübbenhorst sieht hier einen unmittelbaren Zusammenhang, wie sich die Diskussion über die Frage Klerus – Jugendliche – Schule – Ausbildung ausgewirkt hat.

Im Jahr 2009 hatten noch 72 Prozent der Deutschen Vertrauen in Geistliche, 2010 waren es nur noch 55 Prozent. Innerhalb Europas reicht die Spannbreite von 86 Prozent in Rumänien bis 33 Prozent in Frankreich. Für die repräsentative Umfrage hatte die GfK zum siebten Mal in Folge knapp 19 000 Menschen in 20 Ländern befragt.