Wort des Jahres „Wutbürger“

Sind Sie ein Wutbürger? Das Wort des Jahres stößt vielerseits noch auf Unwissenheit und etliche Menschen können damit (noch) nichts anfangen. Ich bin manchmal ein wütender Bürger, aber ein Wutbürger ist doch zu viel des Guten. Auch der deutsche Rechtschreibe-Duden hat wohl von diesem sehr wohlklingendem Wort bis dato noch nichts gehört. Nur „Der Spiegel“ weiß bescheid. Er beschreibt den Wutbürger wie folgt:
Eine neue Gestalt macht sich wichtig in der deutschen Gesellschaft: Das ist der Wutbürger. Er bricht mit der bürgerlichen Tradition, dass zur politischen Mitte auch eine innere Mitte gehört, also Gelassenheit, Contenance. Der Wutbürger buht, schreit, hasst. Er ist konservativ, wohlhabend und nicht mehr jung. Früher war er staatstragend, jetzt ist er zutiefst empört über die Politiker. Er zeigt sich bei Veranstaltungen mit Thilo Sarrazin und bei Demonstrationen gegen das Bahnhofsprojekt Stuttgart 21. (Quelle: Der Spiegel)

Was mir an dieser Erklärung gefällt ist die Aussage, dass der brüllende Wutbürger nicht mehr jung sein soll. Hier bekommt die ältere Generation, die Senioren,  endlich eine angemesse Plattform.  Nun sind meinungsäußernde ältere Bürger  nicht mehr die Senilen, die Alten, die Oma oder der Opa. Nein, es sind die Wutbürger! Jetzt fehlt nur noch das passende Wort des Jahres für die junge protestierende Generation. Wie wäre es mit „Habdieschnautzevoll-Bürger“ oder „HDGD nicht L-Bürger“?