AnzeigeVolksbank Raesfeld und Erle eG
4.5 C
Raesfeld
Mittwoch, April 24, 2024
AnzeigeVolksbank Raesfeld und Erle eG
StartUmwelt und NaturWölfin GW954f darf weiterhin nicht entnommen werden

Wölfin GW954f darf weiterhin nicht entnommen werden

Veröffentlicht am

Das Verwaltungsgericht Düsseldorf hat am Mittwoch, 17. Januar 2024, entschieden und bekannt gegeben, dass die Wölfin GW954f weiterhin nicht entnommen werden darf.

(pd). Wölfin „Gloria“ darf weiterhin nicht abgeschossen werden Die Wölfin „Gloria“ darf weiterhin nicht abgeschossen werden. Das hat die 28. Kammer des Verwaltungsgerichts Düsseldorf durch soeben ergangene Beschlüsse in drei Eilverfahren entschieden und damit den Anträgen von drei Naturschutzverbänden auf Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung ihrer Klagen gegen die Allgemeinverfügung des Kreises Wesel vom 20. Dezember 2023 zur Erteilung einer Ausnahmegenehmigung vom Verbot der Tötung einer streng geschützten Art stattgegeben.

Tötung von geschützten Tieren verboten

Die Kammer hat zur Begründung der Beschlüsse ausgeführt: Grundsätzlich ist die Tötung von Wölfen, die zu den besonders geschützten Tierarten gehören, nach dem Bundesnaturschutzgesetz verboten. Die Erteilung einer Ausnahmegenehmigung von dem Verbot setzt voraus, dass durch den Wolf ein ernster landwirtschaftlicher Schaden droht und es keine zumutbaren Alternativen zur Tötung des Tieres gibt. Der Kreis Wesel hat nicht ausreichend schlüssig und nachvollziehbar dargelegt, dass die erteilte Ausnahmegenehmigung zur Abwendung solcher Schäden geboten ist.

Kein Schaden durch Wölfin Gloria zu erwarten

Noch im Juli 2023 ist das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen (LANUV) in einem Bericht an das Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen (MUNV) – wie zuvor die Kammer im Urteil vom 6. Mai 2021 – davon ausgegangen, dass auf Grund des Verhaltens der Wölfin „Gloria“ kein solcher Schaden zu erwarten sei.

Keine Verhaltensveränderung

Die Kammer kann auf Basis der vorliegenden Daten keine Verhaltensänderung der Wölfin erkennen, die eine von dieser Einschätzung abweichende Schadensprognose rechtfertigen könnte. Sie erschließt sich weder aus den dem Gericht vorliegenden Stellungnahmen des MUNV noch aus Äußerungen des LANUV. Dass die Wölfin empfohlenen Herdenschutz überwinden kann, ist keine neue Erkenntnis, sondern hat sich schon in früheren Jahren gezeigt. Diese Übergriffe stellen aber Ausnahmen dar. Jedenfalls nach den dem Gericht vorgelegten Unterlagen ist weiterhin anzunehmen, dass sich „Gloria“ nicht auf das Jagen von Weidetieren spezialisiert hat.

Den Antrag eines vierten Naturschutzverbandes hat die Kammer als unzulässig abgelehnt, da dieser seine erforderliche Anerkennung als Umwelt- und Naturschutzvereinigung nicht nachgewiesen hat. Gegen die Beschlüsse ist jeweils die Beschwerde bei dem Oberverwaltungsgericht für das Land Nordrhein-Westfalen in Münster möglich.

LETZTE BEITRÄGE

GW3650f: Neuer weiblicher Wolf in Borken identifiziert

Eine DNA-Analyse bestätigte einen neuen Wolfsnachweis im Stadtgebiet Borken. Das Senckenberg Institut identifizierten dabei das Tier als Weibchen HW01, GW3650f, das zum Rudel Hechtel-Eksel in...

Sperrung ab Montag Borkener Straße- Heetwissenweg in beiden Richtungen

Abschnitt der Borkener Straße/ Kreisstraße K 50 in Raesfeld zwischen Einmündung Heetwissenweg und Einmündung Im Diek ab Montag, 29. April 2024, voll gesperrt.Sanierung der Straße...

Stellplatzablösung Marbecker Straße einstimmig beschlossen

Einstimmige Entscheidung zur Ablösung von Stellplätzen an der Marbecker Straße Auf dem Grundstück an der Marbecker Straße wurde der Antrag auf die Ablösung von Stellplätzen für...

Büchereien im Bistum Münster: Ein Zentrum für Kultur und Begegnung

Lesen bleibt ein zeitloses Vergnügen. Büchereien ziehen weiterhin zahlreiche Besucher an – sowohl Kinder als auch Erwachsene. Über 1,5 Millionen Menschen besuchen, wie das Bistum...

Klick mich

Werbung