Wer verbietet endlich die GEZ? Eine deutsche Behörde die nimmt, was sie will

Es ist schon fast wieder zum Lachen, wenn es nicht so makaber und traurig wäre.

Ist das reine Willkür oder einfach nur deutsche Bürokratie, was sich die GEZ so manchmal leistet?

Seit Jahren schon schaut meine Mutter kein Fernsehen mehr, sie würde aber, wenn sie noch könnte, dumm in die Röhre schauen. Mehr als 1000 Euro habe ich mittlerweile an die GEZ an Radio- und Fernsehgebühren bezahlt.

Schreiben, dass meine Mutter dem Tode schon dreimal sehr nahe war, werden einfach ignoriert. Den Fernseher abmelden, das geht schon mal gar nicht. Auch die Schreiben vom Landesamt und vom Sozialamt hatten keine Wirkung, und obwohl meine Mutter im Pflegeheim nur knapp 150 Euro Taschengeld bekommt,  werden jede Einsprüche einfach abgeschmettert und es hageln Rechnungen über Rechnungen ins Haus.

Erst vor zwei Monaten habe ich rund 250 Euro Gebühren nach bezahlt, jetzt habe ich schon wieder eine Aufforderung von insgesamt 461,52 Euro  im Postkasten.

Ausreden gibt es  Seiten der GEZ genug: Kein Stempel vom Sozialamt, keine Bescheinigung vom Landesamt, E-Mail wird nicht anerkannt als Einspruch, dass Pflegeheim muss schreiben, dass meine Mutter kein Einkommen hat usw. usw.

Jetzt fehlt nur noch, dass meine 93-jährige Mutter selber nach Köln fahren muss, um zu beweisen, dass sie nicht mehr arbeitsfähig ist. Das war vor drei Jahren ebenfalls ein Thema. Nachdem meine Mutter über Jahre eine Befreiung hatte, wollte die GEZ wissen, ob meine Mutter wieder arbeiten geht und sich das Einkommen dadurch verändert hat.

Ratlos bin aber nicht nur ich. Auch das Pflegeheim St. Martin weis  für das nächste Jahr nicht, wohin die Reise geht. Behindertenwohnheime sind von der GEZ-Gebühr befreit, nur ob Pflegeheime auch befreit werden, die Antwort hierauf konnte auch bisher niemanden der Verwaltung des Senorionheimes geben, getreu dem Motto: „Ich weiß, dass ich nichts weiß“.

Das Geld, was ich der GEZ in den letzten Monaten in den Hals geschoben habe, für eine Leistung, die nicht beansprucht  wurde, hätte ich liebend gerne dem Pflegeheim St. Martin in Raesfeld gespendet.