Fachleute aus den Kreisen Borken und Coesfeld bildeten sich gemeinsam weiter
Kreis Borken/Kreis Coesfeld (pd).
Wenn Menschen ihre Angelegenheiten nicht mehr selbst regeln können, stellt ihnen das Amtsgericht einen rechtlichen Betreuer oder eine rechtliche Betreuerin zur Seite. Oft übernehmen Familienangehörige diese Aufgabe, bei besonders komplizierten Fällen kümmern sich Berufsbetreuerinnen und -betreuer. Rund 40 dieser Fachleute aus den Kreisen Borken und Coesfeld bildeten sich jetzt gemeinsam fort.
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Frank Stenner, Fachanwalt u.a. für Insolvenzrecht aus Haltern, nahm im Borkener Kreishaus vor allem das Thema Schuldenregulierung in den Blick. „Gerade die Berufsbetreuerinnen und -betreuer haben in ihrer täglichen Praxis häufig mit Menschen zu tun, die vollkommen überschuldet sind und kaum noch einen Ausweg sehen“, erklärt dazu Angela Hindermann, die die Betreuungsstelle beim Kreis Borken leitet. Stenner erläuterte die Ursachen für Überschuldung. Diese im Einzelfall zu kennen, sei Grundlage für Maßnahmen zur Rückführung der Überschuldung. Er informierte über Pfändungsschutz für die Betroffenen, u.a. auch durch die künftig ab dem 01.07.2010 bestehende Möglichkeit der Einrichtung eines Pfändungsschutzkontos. Ferner legte der Jurist den Ablauf des Verbraucher-Insolvenzverfahrens dar.
Seit einigen Jahren organisieren die Betreuungsstellen der Kreise Borken und Coesfeld regelmäßig gemeinsame Fortbildungen für hauptberuflich tätige rechtliche Betreuerinnen und Betreuer. Im Kreis Borken arbeiten 80 Männer und Frauen in diesem Bereich, im Kreis Coesfeld sind es 50. Sie kümmern sich in der Regel um 40 bis 50 Personen. Ihre Vergütung ist gesetzlich festgelegt und erfolgt pauschal, unabhängig vom tatsächlichen Arbeitsaufwand. Sie bemühen sich um eine persönliche Beziehung zu den betreuten Menschen, um zu deren Wohl handeln zu können. „Berufsbetreuerinnen und -betreuer benötigen ein breites fachliches und rechtliches Wissen und dazu viel Einfühlungsvermögen, Durchsetzungskraft, Konfliktfähigkeit und eine professionelle Balance zwischen Distanz und Nähe“, so Angela Hindermann. Einige der hauptberuflichen Betreuerinnen und Betreuer arbeiten freiberuflich, andere sind bei den fünf anerkannten Betreuungsvereinen im Kreis Borken angestellt. [/spoiler]



























