Die Helden des Alltags sind Björn Boland aus Mehrhoog, Dieter Schmitt aus Schermbeck, Reinhard Kipp aus Raesfeld und Edith Krusdick aus Brünen

Nach erfolgreichen 5 Jahren „Helden unter uns“ veränderte der Club das gewohnte Format in Richtung lokale Alltagshelden. „Der Club wollte mehr auf die „Helden des Alltags“, die im Verborgenen ehrenamtlich arbeiten und ohne die unsere Gesellschaft nicht funktioniert, hinweisen, weil diese nie in vorderster Front stehen wollen, so Rotary Präsident Bernd Romanski in seiner Begrüßungsrede zur Eröffnung des Festaktes im altehrwürdigen Trauzimmers des Schlosses Ringenberg in Hamminkeln.

Bürgermeister der Gemeinde Schermbeck Mike Rexfort, Landrat des Kreises Wesel Ansgar Müller, Bürgermeister der Gemeinde Raesfeld Andreas Grotendorst,  Präsident des Rotary Clubs Lippe Issel Helmut Ackmann, unten: Dieter Schmitt, Reinhard Kipp, Edith Krusdick, Bürgermeister der Stadt Hamminkeln Bernd Romanski und Björn Boland (v. l.)

Handeln zum Wohle für Andere

Wie in den vergangenen fünf Jahre hatte Landrat Dr. Ansgar Müller auch für die Helden des Alltags die Schirmherrschaft übernommen. “Frage nicht, was dein Land für dich tun kann, sondern frage, was du für dein Land tun kannst“, mit diesem Zitat von J.F. Kennedy begann Landrat Müller seine Grußworte und brachte damit die Motivation vieler versteckter Helden auf den Punkt. Nach Müllers Auffassung ist für Viele das eigene Handeln zum Wohle für Andere selbstverständlich und nicht der Rede Wert.
Aber genau diese Lobrede wurde auf vier Heldinnen und Helden aus Raesfeld, Mehrhoog, Schermbeck und Brünen gehalten.

Björn Boland aus Mehrhoog

Die erste Laudatorin, Anett Leuchtmann, lobte Björn Boland aus Mehrhoog, der Vielen von uns täglich zeigt, dass es trotz zahlreicher Familienaufgaben und Job machbar ist, auch für all die Anderen da zu sein. Denn Björn Boland ist neben seinem Fulltime-Job auch noch für seine betagten Eltern da und arbeitet daneben noch in der freiwilligen Feuerwehr in Mehrhoog.
„Menschen wie er halten unsere Gesellschaft zusammen und stärken nicht nur ihr Umfeld sondern unsere Region. Menschen wie Björn Boland sind Heimat. Sie geben Sicherheit, ihr Ohr, das Gefühl von Gemeinschaft, Verbundenheit“, so Frau Leuchtmann in Ihrer Laudatio.

Dieter Schmitt aus Schermbeck

Dieter Schmitt aus Schermbeck, so sein Laudator Johannes Brilo, ist ein Teil der GAGU Zwergenhilfe und grundsätzlich ist er immer da wenn man ihn braucht, „Geht nicht“ ist ihm fremd und er jammert nie, nörgelt nicht, macht nicht viele Worte, er macht einfach!
Ein bis zweimal  im Jahr reist Dieter Schmitt mit LKW`s randvoll mit Nahrungsmitteln nach Sierra Leone, um dort den Ärmste der Armen und den bürgerkriegstraumatisierten Menschen zu helfen. Dieter Schmitt ist einfach immer da, wenn man ihn braucht, egal ob ein Rasen gemäht werden muss, jemand zum Arzt begleitet oder auf Kinder der Nachbarin aufgepasst werden musst, Dieter Schmitt macht einfach.

 

Reinhard Kipp aus Raesfeld

Reinhard Kipp aus Raesfeld, so Laudator Hermann Burbaum, war in seinem ersten Leben Gründungsmitglied des Caritasverbandes Dekanat Borken. Hierbei und auch im IHK Prüfungsausschuss war Reinhard Kipp 20 Jahre ehrenamtlich tätig. Darüber hinaus war er Gründungsmitglied der Raesfelder Werbegemeinschaft und 9 Jahre ehrenamtlicher Bürgermeister in Raesfeld.
In seinem zweiten Leben als Rentner beglückt Reinhard Kipp mit Drehorgelauftritten Altenheime und Seniorengemeinschaften und veranstaltet Singnachmittage bei der Behindertengruppe „Miteinander“ in Maria Veen. Als Dankeschön für seine Auszeichnung als Held des Alltags begeisterte Reinhard Kipp das Publikum mit einem Musikstück auf seiner Drehorgel.

Edith Krusdick aus Brünen

Der Laudator Bernd Romanski kennt Edith Krusdick seit 1992 durch Ihre Arbeit in der Hermann-Landwehr-Schule in Brünen. Dort betreut Sie bis heute als Leiterin die Kinder im offenen Ganztag.
Das Ehrenamt ist jedoch nicht nur für Edith Krusdick wichtig sondern wird in der ganzen Familie gelebt.
Sie leitet die Arbeitsgruppe Kinder und Schüler in der Bürgerinitiative „Bürger für Brünen“
Als vorbildlich und selbstlos bezeichnet Romanski ihre Bereitschaft, in der Flüchtlingshilfe Brünen mit zu helfen und immer da zu sein, wo gerade Hilfe gebraucht wird. „Geht nicht“ , gibt es bei Edth Krusdick nicht. Als besonders wertvoll werden ihre Plattdeutschen Abende in Brünen gesehen.
Das Lachen der Kinder, so Edith Krusdik, gibt ihr Kraft und motiviert Sie jedes Mal aufs Neue. Jedoch ist Ehrenamt immer das Werk von Mehreren und nicht das Werk eines Einzelnen, so Krusdick.

Nach einem letzten Musikstück des Ringenberger Trios „A Village Voice klang ein wunderschöner Vormittag aus, der nach Fortsetzung ruft.

Foto:Thomas Michaelis

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