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UWG Raesfeld hält zwölf Windräder für die Gemeinde für zu viel

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Wie bereits berichtet, fand am 18. September eine Sondersitzung zur Planung von Windrädern statt. In dieser wurden sechs Windenergieprojekte präsentiert, die im Gemeindegebiet realisiert werden sollen. Insgesamt könnten daraus 12 Windenergieanlagen in Raesfeld entstehen.

Zu den ersten beiden Projekten liegen bereits Anträge auf Erteilung eines Bauvorbescheides beim Kreis Borken vor. Es handelt sich dabei um drei Windenergieanlagen der Erler Lohr und eine Anlage der Windenergie Erler Bruch. Der Kreis Borken, als zuständige Immissionsschutzbehörde, hat Raesfeld um Stellungnahme gebeten und um Zustimmung für einen Vorbescheid ersucht.

Luftaufnahme Erler Lohr
Hier im Erler Lohr an der Marienthaler Straße könnten drei Windenergieanlagen entstehen. Foto: Daniel Bosse

Volumen für die Region Raesfeld-Erle-Homer zu groß

Die UWG Raesfeld betrachtet die Pläne für 12 Windräder, die bis zu 260 Meter hoch sind, kritisch. Obwohl Windenergie als umweltfreundliche und zukunftsfähige Energiequelle gilt, die hilft, CO2-Emissionen zu senken, hält die UWG dieses Volumen für die Region Raesfeld-Erle-Homer für überdimensioniert. Die UWG empfiehlt, neue Anlagen hauptsächlich in den bereits bestehenden Windkraftzonen unter Beachtung des Natur-, Arten- und Landschaftsschutzes zu bauen.

Die UWG schlägt vor, dass in bestehenden Windkraftzonen unter Berücksichtigung des Natur-, Arten- und Landschaftsschutzes neue Anlagen priorisiert werden sollten. Dies würde die Auswirkungen auf die Natur minimieren und landschaftliche Veränderungen begrenzen.

Private Investoren

Die UWG Raesfeld-Erle bedauert, dass bei den vorgestellten Projekten überwiegend private Investoren profitieren. Bei den vorgestellten Modellen seien keine Speicher und lokale Netze vorgesehen. „Wir hätten uns im Gegensatz dazu ein gemeinnütziges Windkraftprojekt gewünscht, das unter Umständen von der Gemeinde initiiert wird und an dem sich größtenteils Bürgerinnen und Bürger finanziell beteiligen“, so der Fraktionsvorsitzender Volker van Wasen. „So könnte eine echte energieautarke Situation für Raesfeld, Erle und Homer herbeigeführt werden“, ergänzt van Wasen.

Mit Blick auf die Größe eines Windrades, was jährlich zwischen 60 und 70 Millionen KW/h produzieren kann, könnte dies laut UWG eine greifbare Realität werden. Dies würde nicht nur den Klimaschutz unterstützen, sondern auch die lokale Wirtschaft ankurbeln und den Gemeinschaftssinn der Einwohner stärken.

Das UWG ist sich jedoch der rechtlichen Herausforderungen bewusst. Es liegt in den Händen des Kreises Borken, der Bezirksregierung und des Landes NRW, über die Errichtung der vorgeschlagenen Windräder zu entscheiden.

Gemeinde soll Stellung nehmen

Der Kreis Borken als für das Genehmigungsverfahren zuständige Immissionsschutzbehörde hat die Gemeinde Raesfeld im Rahmen der Antragsprüfung aufgefordert, aus Sicht der kommunalen Entwicklungsplanung Stellung zu nehmen und gegebenenfalls ein Einvernehmen zu einem Vorbescheid zu erklären.

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