Top 5 der Do-it-Yourself-Katastrophen rund ums Auto – Basteleien mit Schock-Effekt

Manchmal können die Prüfer ihren Augen kaum glauben. Wenn Bastler ihr Auto individualisieren, sind die Ergebnisse nicht immer perfekt. Und bisweilen sogar gruselig. Mit welchen Do-it-Yourself-Katastrophen die HU-Prüfer ab und zu konfrontiert werden, hat die Sachverständigenorganisation KÜS nun dokumentiert.

Auch wenn Kuschelrock läuft, ist diese Kopfstütze (1) nichts zum Anlehnen: Für den richtigen Surround-Sound hatte der Fahrzeughalter die hinteren Kopfstützen seines Wagens durch Musikboxen ersetzt. Die KÜS-Sachverständigen konnten angesichts dieses Leichtsinns nur noch den Kopf schütteln. Hat denn der Bastelfan noch nie etwas von Schädelhirntrauma gehört? Nein, das ist keine neue Rockband.

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Soundpower statt Sicherheit – diese Kopfstütze beschützt die Insassen definitiv nicht

Freie Sicht für freie Bürger? Das war zumindest für den Halter dieses Fahrzeugs  etwas Neues. Neun Halterungen wahlweise für Navi oder Telefon zählten die Prüfer, sieben davon im Bereich der Frontscheibe, also mitten im Blickfeld. „Ein ausreichendes Sichtfeld und ein ungestörter Blick des Fahrers auf den Verkehrsraum sind zwingend, damit Unfälle vermieden werden“, sagt KÜS-Experte Hans-Georg Marmit. Da hätte der Fahrer auch selbst drauf kommen können. War wohl zu beschäftigt mit seinen Geräten.

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Der Fahrer dieses Autos legte offensichtlich mehr Wert auf einen guten Blick auf seine Gadgets als auf die Straße

Das ist der Hammer! Dem KÜS-Prüfer verschlug es die Sprache, als er das Auto auf der Bühne hatte: Steckte doch tatsächlich in der Bremsanlage ein echter Hammer. Wie war der dort hingekommen? Ganz einfach: Er war nach Reparaturarbeiten vergessen worden. Kann ja mal passieren. Bei Arbeiten an der Bremsanlage sollte der Hammer die Volllaststellung des lastabhängigen Bremsventils arretieren. Das blieb dann so bis zur HU. Ganz schön gefährlich: „Die hintere Bremsanlage bremst, als sei die Hinterachse voll beladen“, erklärt KÜS-Experte Marmit. Das heißt, die Hinterräder blockieren sehr schnell, der Fahrer bekommt echte Probleme. Damit nicht genug: „Der Hammer könnte sich durch Vibrationen wieder lösen und auf die Fahrbahn fliegen“, so Marmit. Eine Hammer-Gefahr auch für andere Autofahrer.

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Dieser Fund eines Prüfers in der Bremsanlage war ein echter … Hammer

Nur den Nippel durch die Lasche, oder? Eine eigenartige Deichsel (4) stellte die HU-Prüfer vor ein Rätsel: Wie hat der Halter das gemacht? Die Bauart konnte nicht mehr rekonstruiert werden. Unzweifelhaft war aber: Diese selbstgebaute Verbindung zwischen Traktor und Anhänger ist weder zulässig noch verkehrssicher. Wir sind doch nicht im Wilden Westen.

Wer diesem Anhänger-Konstrukt vertraut, ist ein Abenteurer
Wer diesem Anhänger-Konstrukt vertraut, ist ein Abenteurer

Letzte Ölung: Auch hier stockte dem Fachmann der Atem: Weil das Motoröl tropfte bastelte sich der Halter dieses Autos  kurzerhand aus einer Glasflasche einen Tropfenstopp, um lästige Ölflecken zu vermeiden. Lustig? Fand der KÜS-Prüfer gar nicht. Also dann doch lieber gleich zu einem Fachmann!

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Öltropfen auf dem Asphalt will niemand gerne sehen – doch diese Konstruktion ist auch keine Lösung

Text/Fotos: dmd/TÜV Rheinland

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Petra Bosse (alias celawie) Freie Journalistin - Kontakt: redaktion[at]heimatreport.de - Beiträge aus der Region, für die Region! Hinweise Kommentare: Bitte beachtet die Netiquette - Kennzeichnen Sie den Kommentar mit Ihrem Namen. Benutzten Sie dabei keine anonymen Namen. Mailadressen und andere persönliche Daten werden vertraulich behandelt und nicht an Dritte weitergegeben. Wir behalten uns vor, Kommentare zu löschen, die gegen unsere Richtlinien verstoßen. Mit dem Abgeben eines Kommentars erklären Sie Ihr Einverständnis, dass Ihr Benutzername und der Kommentartext in Gänze oder in Auszügen auf Heimatreport zitiert werden kann. Achten Sie auf einen sachlichen Umgangston! Beleidigende, diskriminierende oder anstößige Kommentare, die gegen das Gesetz verstoßen, löscht die Redaktion.

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