Das Mammutprojekt in Raesfeld und der Straße Helweg (K50) kommt in Bewegung.
Schwertransporte und erste Arbeiten
Das Mammutprojekt an der Straße Helweg (K50) kommt in Bewegung. Am Donnerstagmorgen wurden die ersten drei Kabelrollen für die geplante 380-kV-Leitung per Schwertransport angeliefert und entladen. Die Spulen erreichten die Trasse in den frühen Morgenstunden.
Die Dimensionen sind beachtlich: Die Kabelrollen haben einen Durchmesser von 4,30 bis 4,50 Metern und wiegen jeweils zwischen 44 und 55 Tonnen. Insgesamt werden 36 Rollen benötigt, auf denen jeweils rund 1.100 Meter Kabel aufgewickelt sind.
„Die heutigen Schwertransporte sind der erste Meilenstein im Baustellenablauf“, sagt Pressesprecher Jörg Weber von Amprion.
Pilotprojekt mit zwei Herstellern
Da es sich um ein Pilotprojekt handelt, setzt Amprion auf zwei Hersteller. Die Kabel stammen von NKT aus Köln und Nexans aus Belgien. „So können wir diese auf Haltbarkeit und Qualität im Testbetrieb im Laufe der Zeit vergleichen“, so Jörg Weber.
Mit Hilfe eines Seilbaggers wurden die Kabeltrommeln an der Baustelle abgesetzt.
In den nächsten 14 Tagen, immer werktags und in der Nacht, sollen die restlichen 33 Kabelrollen nach Raesfeld geliefert werden.
Pilotprojekt mit besonderer Technik
Die Gesamtkosten des Pilotprojekts liegen bei rund 250 Millionen Euro. Besonders ist, dass neben einer Freileitung auch ein Erdkabel auf der höchsten Spannungsebene von 380.000 Volt verlegt wird, und zwar über eine Länge von 3,4 Kilometern.
Die Bauarbeiten für dieses deutschlandweite Pilotprojekt haben bereits im Juni mit Tiefbaumaßnahmen für den Rohrleitungsbau begonnen. In der letzten Oktoberwoche startet der Kabelzug der rund 55 Tonnen schweren Erdkabel sowie die Montage der Verbindungsstücke und Endverschlüsse.
Für das Projekt setzt Amprion auf zwei Hersteller. Die Kabel stammen von NKT aus Köln und Nexans aus Belgien. Ziel ist es, die Systeme im laufenden Betrieb hinsichtlich Qualität und Haltbarkeit zu vergleichen.
Amprion betreibt zentrales Stromnetz
Die Amprion GmbH gehört zu den führenden Übertragungsnetzbetreibern in Europa. Das Unternehmen betreibt mit rund 11.000 Kilometern das längste Höchstspannungsnetz in Deutschland und versorgt mehr als 27 Millionen Menschen zwischen Niedersachsen und den Alpen.
Das Netz mit Spannungsstufen von 380.000 und 220.000 Volt steht allen Akteuren am Strommarkt diskriminierungsfrei zur Verfügung. Zudem koordiniert Amprion den Verbundbetrieb in Deutschland sowie im nördlichen Teil des europäischen Höchstspannungsnetzes.
Bauarbeiten für das Kabel starten ab Juni
Als besonderen Service für die Anwohner haben sowohl die Gemeinde Raesfeld als auch Amprion für Fragen, Anregungen und Beschwerden jeder eine telefonische Hotline eingerichtet.



























