Der Raesfelder Imker Franz-Josef Löchteken ist zufrieden mit seinen Bienenstämmen. In seinem Raesfelder Garten am Nettelhof 35 war am Sonntag betriebsames Summen zu hören. Wie auf einem gut frequentierten Flugplatz ging es an den Bienenstöcken von Franz-Josef Löchteken zu, der im Rahmen der Raesfelder Gartentage auch seine Imkerei für die Besucher geöffnet hatte.

Gesundes Bienenvolk
Die gut 20 Bienenvölker von Löchteken haben ein gutes Leben in Raesfeld. Hier gibt es noch Nektar in Hülle und Fülle. „Obwohl das Frühjahr bescheiden war, dafür aber die Obstblüte gut, und nun ab Juni die Lindenblüten die Bienen anlockt, bin ich froh darüber, dass es hier in Raesfeld noch eine große Vielfältigkeit von unterschiedlichen Blüten gibt“, so Löchteken, der mit rund 20 kg Honig pro Volk auch in diesem Jahr wieder rechnen kann.

Reichlich gedeckter Tisch in Raesfeld
Immer mehr Rapsfelder haben im Laufe der Jahre die Vielfältigkeit der Honigsorten schrumpfen lassen. „Hier bei uns in Raesfeld gibt es keine Rapsfelder, obwohl diese für Imker sehr lukrativ sind. Dafür haben wir hier viele unterschiedliche Blumen- und Obstgärten mit Löwenzahn, Sommerblumen, Eßkastanien, Phacelie und Robinie. Zwar könnte es noch besser sein, aber ich bin zufrieden“, setzte Löchteken hinzu. „Damit es noch mehr Abwechslung auf dem Speiseplan für Bienen gibt, sollten Gartenbesitzer seinem Rasen auch mal etwas Klee gönnen, darüber freuen sich die Bienen ebenfalls“, so Löchteken, der darüber hinaus die modernen Stein- und Kiesgärten absolut schrecklich findet.

Friedliche Bienen
Während Löchteken seinen Besuchern viele Fragen beantwortet, schwirren hunderte von Bienen um die Gäste herum. Die Eingänge der Bienenstöcke werden gut frequentiert. Es ist ein Kommen und Gehen, unbeachtet von den fremden Menschen, die um die „Reihenhäuser“ der Bienenvölker stehen.
„Die deutschen Imker haben in den letzten Jahren gute Arbeit geleistet und sehr friedliche Bienen gezüchtet“, so Löchteken. Und in der Tat. Die Bienen setzten sich zwar auf die Hand, auf den Fuß, schwirrten um den Kopf herum und machten sich dann auf und davon. „Bienen stechen nur, wenn sie angegriffen wird. Danach stirbt sie“, so Löchteken, der sein Hobby von seinem Opa übernommen hat und dieses seit über 30 Jahren betreibt.




























