Wer hier mal schnell die Seiten wechseln möchte, bezahlt in der Regel mit dem Tod. Besonders die Erdkröten, die momentan auf Hochzeitsreise sind, kommen in den milden Nächten aus ihrem Winterquartier und beginnen mit ihrer Wanderung zu den Laichplätzen.

Sicherheitsprüfung durch Caro Schulze-Reese, Holger Lordieck und Norbert Brömmel
Sicherheitsprüfung durch Caro Schulze-Reese, Holger Lordieck und Norbert Brömmel

Für viele der Amphibien endet der Ausflug meisten, so auch an der Schermbecker Straße, mit einem vorzeitigen Tod. Ziel der Erdkröten in Erle ist die ehemalige Sandkuhle. Aus diesem Grund stehen auch hier schon die Tierschützer in den Startlöchern, um den Kröten barrierefrei über die viel befahrende Straße zu helfen. „Im letzten Jahr haben wir mehr als 500 Kröten eingesammelt“, so Holger Lordieck von Bündnis 90/ Grüne, der gemeinsam mit den Mitgliedern des Ortsverbands Raesfeld-Erle schon seit Jahren an dieser Stelle für einen sicheren Wanderweg sorgt.

Eine Überquerung der Schermbecker Straße bedeutet viele Erdkröten das Aus, denn eine Kröte braucht, um eine 30 Meter breite Straße zu überqueren, circa 20 Minuten. Bei diesem Verkehr auf der Verbindungsstraße zwischen Erle und Schermbeck, hätte ohne Hilfe der Tierschützen nur eine geringe Anzahl der Kröten eine Chance, das sichere „andere Ufer“ zu erreichen.

Geschützt werden die Kröten durch einen 250 Meter langen Krötenschutzzaun. Zweimal täglich, morgens und abends, wechseln sich die Mitglieder des Ortsverbandes ab, um die Tiere aus den zwölf Sammeleimer zu holen, und um dann sicher auf der anderen Straßenseite wieder ins Freie zu setzen.

 

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