RAESFELD. Ende gut, Wetter gut und Polizei war zufrieden. Die Jecken und Veranstalter auch.

Unter dem Motto: „Kommt der RRZ ums Eck, wird sofort ganz Raesfeld jeck“, schlängelte sich der Wurm durch die Raesfelder Ortsmitte.

Bevor der Umzug durch Raesfeld starten konnte, musste vorab der Bürgermeister in seiner Amtsstube von der Köpenicker Garde verhaftet werden. Außerdem stand auch noch der Rathaussturm im Raum.

Die Stimmung auf dem Ehrenwagen mit den niederländischen Freunden war ausgesprochen gut.

Der aber gestaltete sich in diesem Jahr etwas schwierig denn: Der RRZ hatte doch tatsächlich den Schlüssel vergessen. Schwamm drüber, denn trotz dieser Panne konnte der Umzug pünktlich um 12.31 Uhr am Rathaus starten. Vorab begrüßte Reinhard Hörnemann, Vorsitzender des RRZ, die vor dem Rathaus wartenden Besucher und moderierte die Veranstaltung. Zu den angereisten Gästen Gästen gehörten auch die „Mölledraejers“ aus der Partnergemeinde Wehl. Sie nahmen bereits zum 33. Mal am Zug in Raesfeld teil.  

Der Hofstaat des Prinzenpaares André II. und Simone I.

Ausgelassen, bunt und politisch

Besonders bunt, ausgelassen und mit aktuellen Themen präsentierten sich viele Wagen an diesem Tag. „Dortmund buh … stinkt wie eine Kuh“, hieß es bei den Kindern. Eintracht Erle: Gestern noch Bananenbar, heute schon beim Prinzenpaar“, und „wenn’s mal nicht so richtig läuft: KLJB Marbeck“. Oder „Glyphosat – die Menge macht das Gift – Scharfe Sachen gegen Unkraut. 

Fantasievoll  auch der  Dschungel-Wagen der RRZ-Kids und der Wagen „Donald Duck“ von der Bröker Stegge“. Damit landete er auf den 1. Platz bei der anschließenden Prämierung im Wagenbau.

Eintracht Erle

Das Kinderprinzenpaar Rike I. und Lennard I. fanden ihren Job auf den Kinderprinzenwagen richtig cool und, „ich würde ja gerne weitermachen, aber das geht ja leider nicht“, sagte die Prinzessin gut gelaunt.

So auch Prinz André II., der mit seiner Prinzessin auf seinem Wagen aus dem Winken gar nicht mehr herauskam. Begleitet wurde das Prinzenpaar von den Vogelscheuchen. „Die Vogelscheuchen regieren das Land, für das Prinzenpaar gemeinsam Hand in Hand“.

Sitzstreik/Stillstand 

Die Landjugend hatte sich an diesem Tag zusammengeschlossen. Mit einem 15 minütigen Stillstand demonstrierten sie gegen die ihrer Meinung nach zu hohen Auflagen beim Rosenmontagszug.

Den Jecken am Straßenrand kam das nur recht. Sie tanzen ausgelassen und die Kinder konnten in Ruhe die vielen Kamellen am Straßenrand sammeln. Von diesen gab es gleich tonnenweise, die zur Freude der tausenden Besucher vom Himmel auf sie herab regnete.

Niederländer

Besonders bunt und schrill waren erneut die zahlreichen Gruppen der Niederländer. Sie punkteten mit ihrer Fröhlichkeit, ihrer Ausdauer, mit ihrer Musik und im Tanzen während des Umzuges. 


Ruhig, aber viele Wildpinkler

Insgesamt verlief der Rosenmontagszug durch Raesfeld, zumindest bis um 14 Uhr sehr ruhig, sagt Norbert Giesing, 1. Polizeihauptkommissar Borken.

Eine fast „ruhigen Kugel“ schoben die Einsatzkräfte der Polizei

Das Aufgebot an polizeilichen Einsatzkräften sei, so Giesing, so stark wie im vergangenen Jahr. „Bis jetzt haben wir aber absolute Ruhe und ich bin guter Hoffnung, dass es so bleibt“.

In Raesfeld sah es am Mittag noch vielversprechend aus. Allerdings hatte die Polizei und die eingesetzten Security-Kräfte ein wachsames Auge auf die „Wildpinkler“.

Einer, der es dringend „nötig“ hatte und nicht erwischt wurde…. Wildpinkler waren auch diesmal wieder ein Thema und die Polizei zückte gleich ein Knöllchen.

Besonders rund um die Kirche, an die Kirchenmauer und Aelkeshof waren die Wildpinkler stark vertreten. Wer erwischt wurde, darf sich auf ein Bußgeld von 20 Euro freuen.

Glas

Wie im vergangenem Jahr war allerdings der Platz vor dem Aelkeshof voll von Miniatur-Glasflaschen, Bier- und Schnapsflaschen sowie zerbrochenem Glas.

Ein Besucher hatte hier Pech und verletzte sich am Fuß so stark durch Glassplitter, dass die Rettungssanitäter des DRK ihn zur Behandlung ins Krankenhaus bringen mussten. 

Familienzone

Halbe Lautstärke hieß es in der Familienzone. Daran hielten sich die großen Motto-Wagen auch und stellten ihren dröhnenden Sound dementsprechend herunter. Sehr zur Freude der Musikkapellen, die hier nun voll „aufdrehten“ und für reichlich Stimmung durch ihre Live-Musik sorgten.

Das Air Berlin – Team auf Urlaub in Raesfeld..

Moderiert wurde der Umzug von Reinhard Beyer. Er konnte viel Wissenswerte über jeden einzelnen Wagen und ihre Teilnehmer erzählen. 

Rundum ein toller RRZ- Zug, der zeigt wieder einmal zeigte, wie schön Karneval sein kann und die bunten Motive der Wagen zeigten, was Karnereval und Rosenmontagzug bedeutet: viel Spaß, jede Menge gute Laune und vor allem Partystimmung an allen Fronten und Ecken. 

Petra Bosse 

 

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