Am Donnerstagabend fegte ein heftiger Starkregen über Raesfeld hinweg und sorgte für erhebliche Probleme in der Gemeinde. Die Feuerwehr Raesfeld stand ab 20:49 Uhr im Dauereinsatz, um den Wassermassen Herr zu werden.
An verschiedenen Orten in Raesfeld wurden die Einsatzkräfte gefordert: Im Neuer Kamp, auf der Dorstener Straße, am Südring, im Langenkamp, im Westricher Wald und auf der Schermbecker Straße in Raesfeld-Erle waren sie im Einsatz.
Im Einsatz waren die Fahrzeuge 01-ELW, 01-HLF20, 01-TLF4000 und 01-MTF1. Außerdem erhielten sie Unterstützung von externen Kräften wie dem Ordnungsamt, dem Klärwerk, RWE und dem Lippeverband.
Seniorenheim St. Martin Raesfeld
Die erste Maßnahme galt dem Schutz des St. Martin Senioren Altenheims. Hier wurden Sandsäcke verwendet, um das Eindringen von Wasser in den Kellerbereich zu verhindern. In einer Garage und im Kellerbereich eines anderen Gebäudes kam ein Wassersauger zum Einsatz, um Wasserschäden zu beseitigen.
An einer weiteren Einsatzstelle war ein verstopfter Sickerschacht für die Feuerwehrkräfte eine Herausforderung. Sie befreiten den Schacht von Ablagerungen und setzten eine externe Pumpe ein, bis eine Fachfirma sich am Freitag mit dem Problem befassen wird.

Karpfenteich drohte überzulaufen
Zusätzlich drohte der Karpfenteich am Schloss Raesfeld überzulaufen. Um dies zu verhindern, reinigten und öffneten die Einsatzkräfte den Ablauf, sodass das Wasser kontrolliert abfließen konnte.
Des Weiteren war es notwendig, mehrere Straßenabläufe zu säubern, da sich infolge der Regenmassen Wasser auf den Fahrbahnen angesammelt hatte.
Brennender Ast auf Stromleitung
Eine weitere Meldung erreichte die Feuerwehr über einen brennenden Ast in einer Stromleitung. Die Einsatzstelle wurde abgesichert, und der Energieversorger wurde kontaktiert. Glücklicherweise gab der Ast irgendwann von selbst nach und fiel zu Boden, sodass keine weiteren Maßnahmen erforderlich waren.
Zu guter Letzt drohte Wasser aus dem Kanal in ein Wohnhaus einzudringen. Die Feuerwehr pumpte das Wasser in einen Graben, um die Wassersäule im Kanal aufrechtzuerhalten und einen Eingriff in das Wohnhaus zu verhindern.
Gegen 01:15 Uhr konnten alle Einsatzstellen erfolgreich abgeschlossen werden, und die Einsatzkräfte der Feuerwehr Raesfeld konnten sich erschöpft, aber zufrieden, zurückziehen und sich selbst „trockenlegen“.
Insgesamt 15 wetterbedingte Einsätze im Südkreis
Infolge des Starkregens gab es im Kreis Borken insgesamt 15 Einsätze, die von insgesamt 122 Einsatzkräften abgewickelt wurden. Davon betroffen war hauptsächlich der Südkreis mit den Kommunen Borken, Gescher, Reken, Raesfeld und Velen. Die für die Leitstelle bereitgestellte Hintergrundbereitschaft musste glücklicherweise nicht aktiviert werden.



























