Velen (pd). Die Sportschloss Velen GmbH hat sich jetzt der Prüfung zum „Ökoprofit-Betrieb“ unterzogen. Vertreterinnen und Vertreter der Gemeinde Velen, der Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Kreis Borken sowie des Kreises Borken besuchten das Hotel. Vor Ort machten sie sich ein Bild davon, wie das Sportschloss in den Umweltschutz investiert und damit gleichzeitig Kosten spart. Themen waren unter anderem der umweltgerechte Einkauf und die Abfallentsorgung.

Die Sportschloss Velen GmbH ist einer von 13 Pilotbetrieben im Kreis Borken, die sich aktuell um das „Ökoprofit-Siegel“ bemühen. Sind alle Anforderungen erfüllt, erhalten die Unternehmen am 23. September im Sportschloss die Auszeichnung. Ein Jahr lang haben sich die Unternehmen gemeinsam vorbereitet, Erfahrungen ausgetauscht und Maßnahmen angestoßen, die nicht nur die Umwelt schonen, sondern auch Kosten sparen.

Im Sportschloss wurden zum Beispiel die Leuchtsysteme in einigen Gebäudeteilen ausgetauscht, in anderen ist dies geplant. Überlegungen, wie sich an weiteren Stellen Energie sparen lässt, laufen. Eine neue Heizungsanlage ist dabei ebenso Thema wie der Einbau von Perlatoren in die Wasserhähne. Dadurch könnten die Gäste des Hotels – ohne Abstriche beim Komfort zu machen – zum Wassersparen beitragen. Sportschloss-Geschäftsführer Ralf Groß-Holtick erwartet, dass sich die durch Ökoprofit angestoßenen Investitionen innerhalb der nächsten zwei bis acht Jahre rechnen werden.

„Ökoprofit“ ist ein betriebliches Beratungs- und Zertifizierungsprogramm. Es fördert den Einsatz von integrierter Umwelttechnik und eignet sich vor allem für mittelständische Unternehmen. Umweltschutz um jeden Preis ist dabei nicht das Ziel. Vielmehr erwerben die Teilnehmer Wissen, analysieren ihre Betriebsabläufe, nutzen das Fachwissen der Berater und tauschen Erfahrungen aus. Umweltschutz und Kosteneinsparungen stehen im Vordergrund. „Damit gehen sie schon den ersten Schritt auf dem Weg zum Umweltmanagementsystem“, erklärt Hubert Grothues als Leitender Kreisbaudirektor.

„Ökoprofit“ wurde 1991 in Graz entwickelt und bereits in rund 80 deutschen Städten erfolgreich durchgeführt. Kreis Borken und Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Kreis Borken sind Träger der ersten Ökoprofit-Runde im Westmünsterland. 80 Prozent der Kosten trägt das Land NRW. Zusätzliche Förderung kommt von der VR Bank Westmünsterland und einer Reihe weiterer Volksbanken aus der Region.

Foto: Das Sportschloss Velen will Ökoprofit machen. Geschäftsführer Ralf Groß-Holtick (2.v.l.) erläuterte gemeinsam mit Iris Hoffmann (3.v.l.), Küchenchef Sascha Ortzell-Schwill (5.v.l.), Christoph Klöpper (3.v.r.) und Josef Holmer (r.) die Maßnahmen. Ein Bild von Plänen und ersten Schritten machten sich Ingo Trawinski von der Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Kreis Borken (l.), Fabian Loos von der Beratungsfirma B.A.U.M (4.v.l.), Bürgermeister Dr. Christian Schulze Pellengahr (6.v.l.), Anke Husmann von der Gemeinde Velen (4.v.r.) und Edith Gülker vom Kreis Borken.

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