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Seltene Hornissenart Vespa Crabro: Naturschauspiel auf dem Hof ​​Grömping

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Heinrich Grömping vor seinem Hornissennest in Homer. Foto: Petra Bosse

Auf dem Hof ​​von Heinrich Grömping in Homer hat sich ein besonderes Naturphänomen ereignet: Eine geschützte und seltene Hornissenart, die Vespa Crabro, hat sich hier angesiedelt. In Deutschland steht sie beispielsweise unter besonderem Schutz gemäß der Bundesartenschutzverordnung (BArtSchV).

Reges Treiben

Es summt mächtig: Hornissen auf dem Hof ​​von Heinrich Grömping und in Homer herrscht seit einiger Zeit ein besonderes Treiben. Denn es summt mächtig – und das aus gutem Grund: Eine seltene Hornissenart hat sich hier niedergelassen.

Eine besondere Mieterin: Die Vespa Crabro

Das Naturschauspiel wird von der Vespa Crabro, einer in unserer Breiten seltenen Hornissenart, ausgelöst. Diese besondere Hornisse hat sich an einem Baum auf dem Hof ​​von Heinrich Grömping häuslich eingerichtet.

Seltene Hornissenart in Homer bei Heinrich Grömping
Foto: Petra Bosse

Doch wie kam es dazu? Grömping berichtet, dass das Nest bereits seit einem halben Jahr an Ort und Stelle sei. In dieser Zeit habe es sich stetig vergrößert – ein Anblick, der gleichermaßen fasziniert und erstaunt.

Vom Vogelkasten zum Kunstwerk

Zu Beginn war das Nest der Hornissen klein und unscheinbar, gerade einmal groß genug, um in einen Vogelkasten zu passen. Doch dieser wurde schon bald zu eng, denn die Vespa Crabro brauchte mehr Platz. Ohne lange zu fackeln, entschieden sich die Hornissen dazu, ihr Nest kurzerhand unterhalb des Kastens weiterzubauen. Und hier zeigt sich das handwerkliche Geschick der Tiere: Woche für Woche vergrößerte sie ihr Zuhause um etwa zehn Zentimeter, sodass mittlerweile ein beeindruckendes Bauwerk entstanden ist.

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Trotz ihrer Größe und ihres summenden Fluges sind sie relativ friedliche Insekten und greifen Menschen nur an, wenn sie sich bedroht fühlen. Foto: Petra Bosse

Die wachsende Großfamilie

Es scheint, als wäre die Vespa Crabro mit ihrer neuen Heimat zufriedener, denn die Kolonie wächst kontinuierlich. Für Heinrich Grömping ist dies nicht nur ein interessantes Naturphänomen, sondern auch ein Zeichen dafür, wie vielseitig die heimische Fauna ist. Die Nähe zu den Hornissen schreckt ihn keineswegs ab – im Gegenteil, er betrachtet sie mit großem Respekt und einem Preis für Humor. Schließlich hat nicht jeder das Privileg, eine so außergewöhnliche Mieterin auf seinem Hof ​​zu beherbergen.

In der Zwischenzeit geht das emsige Summen ungestört weiter, während sich die Vespa Crabo ihren Platz an Heinrich Grömpings Baum gesichert hat.

Wo ist die Vespa Crabro geschützt?

Die Vespa Crabro ist nicht nur in Deutschland, sondern auch in vielen anderen europäischen Ländern geschützt. In der gesamten Europäischen Union wird sie durch die „Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie“ (FFH-Richtlinie) als besonders schützenswerte Art gelistet. Diese Richtlinie verpflichtet die Mitgliedstaaten, Lebensräume und Nester der Hornissen zu schützen und gegebenenfalls Maßnahmen zu ihrem Empfang zu ergreifen. In einigen Regionen gibt es insbesondere spezifische Landesgesetze, die den Schutz weiter verstärken.

Bußgeld

Der Verstoß gegen den Schutz der Hornissen kann teuer werden: In Nordrhein-Westfalen kann ein Bußgeld von bis zu 50.000 Euro fällig werden, wenn Hornissen verbotswidrig gefangen, verletzt, getötet oder ihre Fortpflanzungs- und Ruhestätten beschädigt oder zerstört werden.

Merkmale der Hornisse Vespa Crabro

Die Vespa Crabro ist eine in Europa heimische Hornissenart, die sich durch ihre Größe und ihr auffälliges Verhalten von anderen Wespenarten unterscheidet. Die Vespa Crabro zeichnet sich durch ihre beeindruckende Größe aus: Die Königin kann bis zu 3,5 Zentimeter lang werden, während die Arbeiterinnen und Drohnen etwa 2 bis 3 Zentimeter erreichen. Ihr Körper ist auffällig schwarz-gelb gestreift, wobei die Gelbtöne eher rötlich-braun erscheinen können. Im Vergleich zu anderen Wespenarten wirkt die Vespa Crabro massiger und kräftiger.

Weniger aggressiv als andere Wespenarten

Die Fühler und Beine der Hornisse haben eine rötliche Färbung, was ein charakteristisches Erkennungsmerkmal ist. Außerdem besitzt sie einen markanten, kräftigen Kiefer, mit dem sie Holzfasern zur Nestkonstruktion zerkaut. Obwohl ihr Stachel deutlich größer ist als bei anderen Wespen, gilt sie als weniger aggressiv und sticht nur, wenn sie sich unmittelbar bedroht fühlt.

Ein weiteres Merkmal ist ihr ruhigerer Flugstil, bei dem sie in großen Kreisen umherfliegt und ein tieferes Summen erzeugt, das oft als weniger aufdringlich empfunden wird als das anderer Wespen.

Wichtiger Bestandteil des Ökosystems

Die Vespa Crabro ist außerdem ein wichtiger Bestandteil des Ökosystems. Sie ernährt sich von Insekten wie Fliegen und Mücken, die sie für ihre Larven fängt, und trägt so zur natürlichen Schädlingsbekämpfung bei. Ihr Nest bauen Hornissen gerne in hohlen Bäumen, Vogelkästen oder anderen geschützten Gebieten. Dabei vergrößern sie es nach und nach, indem sie Holzfasern zu einer papierartigen Substanz verarbeiten. Ein solches Nest ist nicht nur ein Kunstwerk der Natur, sondern auch ein Ort, an dem eine faszinierende Gemeinschaftsstruktur herrscht – eine kleine, aber effiziente Großfamilie, mit einer Königin.

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