Traditionell vor dem eigentlichen Beginn der dreitägigen Schützenfestfeier fand am Samstagabend nach dem Festgottesdienst die Kranzniederlegung am Ehrenmal in Erle statt. Schützen, Feuerwehrkameraden, Gäste sowie zahlreiche Erler gedachten dabei der Opfer von Krieg und Gewalt. Die feierliche Zeremonie setzte einen besinnlichen Akzent, bevor im Festzelt die große Schützenfestparty begann.

Präsident Andreas Pass erinnert an die Bedeutung des Friedens
In seiner Ansprache am neu gestalteten Ehrenmal schlug der Präsident des Allgemeinen Bürgerschützenvereins Erle, Andreas Pass, nachdenkliche Töne an. Angesichts zahlreicher Krisen und Kriege weltweit warnte er davor, das Leid der Betroffenen aus dem Blick zu verlieren.

„Es handelt sich um Kriege, es sind keine Konflikte“, sagte Pass mit Blick auf die aktuellen Auseinandersetzungen in verschiedenen Teilen der Welt. Frieden zu schaffen sei eine Aufgabe über Generationen hinweg, während ein Krieg oft mit nur einem Schuss beginne.
Der Präsident erinnerte zudem an die Folgen des Nationalsozialismus und des Zweiten Weltkriegs. Die Menschen dürften nicht vergessen, welches Leid Krieg verursache. „Wir dürfen nicht vergessen, wie grausam Krieg ist. Wir dürfen nicht vergessen, welches Leid vom Krieg ausgeht“, betonte er.

Demokratie braucht Diskussion und Verantwortung
Pass warb zugleich für demokratische Werte und gegenseitigen Respekt. Politik lebe von Diskussionen, sagte er. Der offene Austausch unterschiedlicher Meinungen sei eine wichtige Grundlage der Demokratie.
Mit Sorge blickte er auf Entwicklungen, bei denen Informationen zunehmend ungeprüft übernommen würden. Auch der Einfluss künstlicher Intelligenz und digitaler Medien auf das Denken der Menschen müsse kritisch betrachtet werden. „Wir dürfen uns das Denken nicht abgewöhnen“, mahnte Pass. Entscheidungen müssten weiterhin verantwortungsvoll und im Sinne der Gemeinschaft getroffen werden.

Gemeinschaft als Fundament für den Frieden
Trotz aller Herausforderungen hob der Präsident die Stärke der Dorfgemeinschaft hervor. In Erle gelinge es noch, respektvoll miteinander umzugehen und gemeinsam nach Lösungen zu suchen. Dafür könne man dankbar sein.
Nach einer Schweigeminute für die Verstorbenen und für Menschen, die derzeit gegen Krankheit kämpfen, richtete Pass den Blick wieder auf das bevorstehende Fest. Die gemeinsame Zeit sei wertvoll und die Gemeinschaft ein wichtiges Fundament für Frieden und Zusammenhalt.
Anschließend legten Pastor Fabian Tilling, König Andreas Witte mit Königin Elke Mohr, Bürgermeister Dirk Kuhmann sowie Vertreter der Schützen und Feuerwehr den Kranz am Ehrenmal nieder. Erst danach begann im Festzelt der gesellige Teil des Schützenfestes.























































