Hinein ins Mittelalter – hieß es beim 1. historischen Weihnachtsmarkt am Samstag auf der Mittelstraße in Schermbeck.

Obwohl es am Samstagmorgen in aller Frühe nicht danach aussah, dass der Markt überhaupt stattfinden kann,  Vandalen hatten in der Nacht alles zerstört, was vorab in mühevoller Kleinarbeit zur Dekoration aufgebaut wurde, hatten es die Macher doch dann noch rechtzeitig geschafft,  alles wieder neu aufzubauen.

Erstaunt beobachteten die zahlreichen Besucher, wie ein Trupp Frauen sich  lautstark  für das Wahlrecht für Frauen einsetzen. Dummerweise ist auch noch die Pest ausgebrochen und im Armenhaus herrschte reger Andrang vieler halb verhungerter Menschen, die um eine heiße Suppe baten. Bettler, Straßenkinder, die von ihrer Gouvernante begleitet wurden, junge Schnösel mit erhobener Nase, ein Bauer mit einem Esel und ein Schäfer tummelten sich auf der Mittelstraße. Junge Mädchen malträtierten ihre Hände im Waschzuber und zeigten, wie  am Waschbrett  lange vor Erfindung der elektrisch betriebenen Waschmaschine im Jahre 1901 schmutzige Kleidungsstücke gereinigt wurden. Gleich nebenher stolzierte die feine Dame über den Boulevard.

Fast 100 Schauspieler und Darsteller wirkten mit. Historische Handwerksstände fand man ebenso auf der Mittelstraße wie Straßenkinder, die ihre Fertigkeiten als Taschendiebe testen wollen, und junge Mädchen malträtierten ihre Hände im Waschzuber

Kulinarische Kleinigkeiten wie Brot aus dem Lehmofen, heiße Maronen, eine einfache, aber deftige Suppe und viele weitere Köstlichkeiten aus längst vergessener Zeit machten den Bummel zu einem launigen Ereignis.

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