Schermbeck deutlich beliebter bei Besuchern als Raesfeld

Während der Kappesmarktzeit in Raesfeld, und auch beim jährlichen Adventsmarkt am Schloss Raesfeld kann sich die Gemeinde nicht über eine mangelnde Besucherzahl beschweren.

Die Übernachtungszahlen in Raesfeld lassen allerdings zu wünschen übrig.

Deutlich beliebter bei Tagungsgästen und Touristen ist die Gemeinde Schermbeck. Der Tourismus-Verband Hohe Mark registrierte in den ersten neun Monaten des abgelaufenen Jahres ein deutliches Plus von 20 Prozent an Übernachtungen.Schermbeck deutlich beliebter bei Besuchern als Raesfeld

Insgesamt ist die Zahl der Übernachtungen in den 23 Gemeinden des Naturparks Hohe Mark um 3,6 Prozent gestiegen. Einzelne Gemeinden konnten deutlich überdurchschnittliche Zuwächse verbuchen. Die größten prozentualen Steigerungen bei Übernachtungen gibt es in Olfen (+ 26 Prozent), Bottrop (+ 21) und Schermbeck (+ 20), gefolgt von Marl und Dülmen mit jeweils + 17 Prozent. Die hohen Zuwachsraten sind großenteils auf Tagungen und Geschäftsreisen zurückzuführen, vermutet Hohe Mark Tourismus e.V.

In einigen Städten gab es Rückgänge, so in Haltern am See (- 7 Prozent), Dinslaken (- 16) und Oer-Erkenschwick (- 39).

In Datteln war die mittlere Auslastung der Betten mit 51 Prozent am höchsten. Dies vor allem auf das Jammertal-Resort zurückzuführen, auf das zwei Drittel aller Übernachtungen in Datteln entfallen. Am niedrigsten war dieser Wert in Raesfeld (19 Prozent) und Olfen (18). Berücksichtigt wurden die Angaben zu 21 von 23 Naturpark-Hohe-Mark-Gemeinden. Für Hünxe und Rhede standen keine Zahlen zur Verfügung.

Alfons Schnieder, Chef des Jammertal-Resorts und erster Stellvertretender Vorsitzender des Hohe Mark Tourismus e.V.: „2010 und 2011 hatte es wegen der Wirtschaftskrise Einbrüche gegeben. Mit dem Anstieg der Übernachtungszahlen ist in etwa wieder der Stand von 2008 erreicht. Die Naturpark-Hohe-Mark-Gemeinden hatten kaum Einbrüche, weil hier der Tourismus mit Privatgästen stärker ist. Dem entsprechend fällt der Zuwachs geringer aus als im NRW-Durchschnitt.“