Raesfelder Ratsmitglieder sowie weitere Mitglieder von CDU und SPD besuchten am Samstag gemeinsam die Kundgebung „Dorsten zeigt Haltung, AfD stoppen“. Auch Vertreter der Grünen waren auf dem Dorstener Marktplatz dabei. Gemeinsam wollten sie ein überparteiliches Zeichen für Demokratie setzen und deutlich machen, dass dieses Engagement auch in Raesfeld sichtbar bleiben soll.
Am Tag der Deutschen Einheit kamen rund 1000 Menschen aller Altersklassen zu der friedlichen Kundgebung auf dem Dorstener Marktplatz. Unter ihnen waren Ratsmitglieder und weitere politisch engagierte Menschen aus Raesfeld.
Raesfelder Vertreter unterschiedlicher Parteien hatten sich im Vorfeld abgesprochen, gemeinsam nach Dorsten zu kommen. Trotz unterschiedlicher politischer Positionen wollten sie bei diesem Thema zusammen auftreten.

Gemeinsam aus Raesfeld nach Dorsten
Für Bernhard Bonhoff von der CDU war die Teilnahme ein wichtiges Zeichen. „Ich denke, das sind ganz wichtige Zeichen, die wir setzen müssen, dass die Demokratie nicht verloren geht bei uns“, sagte er. Dabei sei ihm besonders das gemeinsame Auftreten wichtig. „Und das machen wir gemeinsam und mit allen demokratischen Parteien in Raesfeld, die heute auch noch herkommen. Jetzt sind noch nicht alle da, aber sie kommen noch her.“
Für Bonhoff soll es nicht bei der Teilnahme in Dorsten bleiben. „Und wir werden das auch in Zukunft in Raesfeld noch mal zeigen, dass wir die Demokratie nicht aufgeben werden.“
Auch Andreas Funke und seine Ehefrau von der Raesfelder CDU waren nach Dorsten gekommen. Funke musste nicht lange überlegen, warum er an der Kundgebung teilnahm. „Das ist für mich ein Selbstverständnis. Eigentlich müsste jede Ortsgruppe hier sein.“ Dass Mitglieder unterschiedlicher Parteien gemeinsam vor Ort waren, gehörte für Funke dazu.

SPD will überparteiliches Signal senden
Andreas Erzkamp von der SPD stellte ebenfalls das gemeinsame Auftreten in den Mittelpunkt. „Wir wollten ein überparteiliches Signal senden, dass wir auf der richtigen Seite stehen. Und Ja, deswegen sind wir heute hier“, sagte er. Für Erzkamp war damit vor allem die gemeinsame Teilnahme von Raesfeldern aus unterschiedlichen Parteien entscheidend. Seine Aussage blieb bewusst auf das überparteiliche Signal gerichtet.
Henry Tünte wünscht sich mehr Bewegung
Henry Tünte von den Grünen hält es weiterhin für wichtig, deutliche Zeichen gegen das Erstarken antidemokratischer Kräfte zu setzen. Die gemeinsame Teilnahme sei zuvor besprochen worden, um auch für Raesfeld zusammen Haltung zu zeigen.

Die Kundgebung bewertete Tünte positiv, äußerte aber auch Kritik am Format. „Ich fand das gut und wichtig, aber finde persönlich dieses Format nicht so gut“, sagte er. Er würde sich wünschen, dass eine solche Veranstaltung stärker in der Stadt sichtbar werde. Besser fände er es, „wenn bei einer solchen Veranstaltung die Menschen sich bewegen und sich in der ganzen Stadt zeigen“.
Damit richtet sich der Blick der Raesfelder Teilnehmer auch auf die eigene Gemeinde. Bonhoff hatte bereits angekündigt, das gemeinsame Eintreten für Demokratie künftig auch dort wieder sichtbar machen zu wollen: „Wir werden das auch in Zukunft in Raesfeld noch mal zeigen, dass wir die Demokratie nicht aufgeben werden.“

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